Die Wahrheit über Ernährung
Shownotes
In dieser Folge lernt ihr Ernährungsberaterin und Brustkrebsaktivistin Carolin Kotke kennen. https://carolionk.com/
Tipps haben wir eingesammelt bei Martina Wiesent vom Supportivzentrum München. https://supportivzentrum-muenchen.de
Empfehlungen aus der Sendung:
Was essen bei Krebs: https://www.was-essen-bei-krebs.de/
Der GenussKompass von AstraZeneca: https://www.brustkrebs.de/genusskompass
Das Team hinter Akte Leben
Moderation:
Vanessa Eichholz https://vanessaeichholz.com/
Alexandra Kröber https://mitsicherheit.me/
Redaktionelle Unterstützung (V. i. S. d. P.): Nicole Lücke
Projektmanagement und Social Media: Anna Sperzel
Grafik: Barbara Hüskes
Produktion: We Are Producers https://weareproducers.de/
Wir danken AstraZeneca – ohne die Unterstützung unserer Sponsoren wäre die Produktion dieses Podcast nicht möglich gewesen.
Akte Leben ist ein Podcast von Pink Ribbon Deutschland. https://www.pinkribbon-deutschland.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Also ich war ja richtig sauer.
00:00:01: Wie kann mein Körper mir das jetzt antun?
00:00:03: Ich bin neunundzwanzig, also ich bin gerade so mitten in meiner Blüte.
00:00:06: Ich bin grade voll auf der Überholenspur und jetzt haut er mich da so raus!
00:00:11: Heute wird es um Fakten, Mythen- und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Ernährung und Krebsrisiko gehen – und um Karo's Geschichte.
00:00:22: Karo ist neun und zwanzig als sie Pruskrips bekommt.
00:00:27: Während der Therapie verliert sie immer mehr Gewicht Aber das Essen gehört zu den wenigen Dingen, an denen sie selbst etwas ändern kann.
00:00:36: Heute arbeitet sie als Ernährungsberaterin und kennt all die widersprüchlichen Regeln was bei Krebs angeblich richtig oder falsch sein soll.
00:00:47: Was hilft wirklich?
00:00:48: Und wie findet man einen Umgang mit Essen der nicht zum nächsten Stressfaktor wird?
00:00:57: Ich bin Vanessa und ich habe meine Mutter an Brustkrebs verloren.
00:01:01: Seit diesem Verlust setze ich mich neben meinem Beruf als Schauspielerin und Moderatorin für die Aufklärung zum Thema Brustkrebsvorsorge
00:01:09: ein.
00:01:10: Ich bin Alexandra, moderatoren und Coach.
00:01:13: Zwei Jahre lang habe ich geglaubt in meiner Brust sein harmlose Züsten- und Fibro-Adenome.
00:01:18: Bis sich gezeigt hat es waren alles Krebsherde!
00:01:22: Heute bin ich im vierten Jahr meiner Remission.
00:01:26: Wir beide sind Botschafterinnen für Pink Ribbon Deutschland.
00:01:29: Wir begegnen im Pinktober fünf Frauen und tauchen tief in ihre Geschichten
00:01:34: ein.
00:01:34: Es geht um Wahrheiten, die erst spät ans Licht kommen, Momente, in denen alles kippt und Wendepunkte an denen sich alles entscheidet.
00:01:46: Karo, guten Morgen!
00:01:47: Schön dass du nach Berlin gereist bist.
00:01:50: Halleliebe Karo.
00:01:52: Guten Morgen, ihr zwei.
00:01:53: Ich freue mich so hier bei euch zu sein!
00:01:56: Ich freu mich ganz besonders liebe Caro weil obwohl wir beide im Raum München wohnen sehen wir uns lustigerweise fast immer nun Berlin oder... Wir sind auch Bahn-Buddies würde ich mal sagen, wir sind uns ganz oft auf Zugfahrten.
00:02:10: tatsächlich haben das schon sehr viele Stunden miteinander verbracht und umso mehr freut es mich dich heute hier im Studio zu haben nachdem wir uns in München ja sehr oft verpassen.
00:02:18: Also ich als Berlinerin sag ja nur, Berlin the place to be.
00:02:22: Ja auf jeden Fall ist
00:02:23: gut
00:02:25: wenn die U-Bahn fahren.
00:02:27: Jetzt haben wir schon fast mittags.
00:02:29: Karo du als Ernährungs Beraterin, wir steigen jetzt einfach mal voll ins Thema ein.
00:02:34: Was hast du heute Morgen gefrühstückt?
00:02:37: Ich habe also heute natürlich Hotelfrühsstück.
00:02:39: Also es ist nicht das Gängige was ich zu Hause immer habe aber trotzdem auch Hotelfrühlstück kann total gesund sein.
00:02:44: Ich hatte einen Joghurt, also ich hab mir dann To-Joghut genommen.
00:02:48: Hab okay, ich hab mal ein bisschen Proteinpulver jetzt mit dabei weil Proteinen bedarf.
00:02:53: Also je älter wir werden auch gerade in der Krebstherapie.
00:02:55: Proteine dürfen wir nicht unterschätzen.
00:02:56: hat mir das da ein bisschen reingerührt dazu ein paar Nüsse Samen Und ein bisschen Obst noch dazu.
00:03:03: Ich hatte sogar eine Saftungsmaschine heute im Hotel und konnte einen frischen Selleries auftrinken.
00:03:08: Wow!
00:03:09: Ich habe mich heute das erste Mal an Haferklei probiert, weil ich eben auch gelesen hab, dass das so wahnsinnig gesund ist.
00:03:17: Ja ...
00:03:18: ja, es ist okay, ne?
00:03:21: Ihr kommt in den Hafen gesund.
00:03:22: Aber es schmeckt auch nicht immer.
00:03:25: Du musst es
00:03:26: gut kombinieren, also pur ist ein Haferkleier natürlich schon eine Herausforderung aber das sind gute Ballernstoffe da freut sich dein Darm!
00:03:34: Auf jeden Fall.
00:03:35: und Caro du bringst ja auch öfter was mit zum Frühstück.
00:03:38: ich habe schon mal mit dir gefrühstückt im Hotel, da hast du allerhand Sachen dabei.
00:03:41: Ja
00:03:42: wie heute mein Bruder jemals manchmal hab ich so einen kleinen Mini-Poach irgendwie mit dabei der mich mir dann auch irgendwie gerne mache.
00:03:49: Aber ja, mir ist es eben schon wichtig.
00:03:52: Ich hab meistens auch immer mein Nussdöschen mit dabei, weil für mich was mir Energie gibt sind Meistersnüsse.
00:03:59: Da hab ich dann mal Mandeln, mal Walnüssen ... Das ist mein To-go-Snack der gesund und lecker ist.
00:04:07: Der gibt uns Energie!
00:04:08: Genau.
00:04:09: Zurück zu Caro, die neunzwanzigjährige Caro.
00:04:12: damals als du die Diagnose bekommen hast?
00:04:16: Keine Frau mit neunundzwanzig denkt jetzt, ich hab Krebs.
00:04:20: Von dem her war die Diagnose.
00:04:22: super überraschend für dich.
00:04:23: Vielleicht kannst du uns in die Zeit zurückführen?
00:04:25: Wie erinnerst du dich an die Zeit?
00:04:27: Mit neun und zwanzig hatte ich es überhaupt nicht auf dem Schirm.
00:04:31: Selbst als ich bei der Frauenärztin war und klar war, da ist irgendwie was ... war für mich immer noch krebs ganz weit weg!
00:04:39: Ich dachte vielleicht, dass das hormonell bedingt, vielleicht geht's wieder zurück.
00:04:43: Sonst schneiden sie das einfach raus und gut is'.
00:04:46: Aber ich kam überhaupt nicht auf die Idee, dass das Krebs sein könnte.
00:04:50: Obwohl ich in meiner Familie Krebs also präsent hatte und meine Oma sogar auch Brustkrebs hatte war das für mich nicht so dieses präsente Thema Und es hat mich natürlich ein bisschen komplett aus dem Leben rausgeholt als dann relativ schnell klar war Das ist Brust Krebs da ist es schnell wachsend und Chemotherapie und alles drum und dran.
00:05:14: Wahnsinn Und du kannst noch mal erzählen, wie du das überhaupt gefunden hast.
00:05:19: Also es ist ja auch jetzt nicht so, dass man danach sucht, wenn man neunundzwanzig ist und die Ärzte sind ja auch so jung... Ist jetzt ja auch nicht so, dass man auf Spuren suche?
00:05:27: Nee.
00:05:27: Ich war regelmäßig zur Vorsorge.
00:05:29: Das war bei mir schon fest verankert durch meine Familienhistorie.
00:05:33: Aber ich war da gerade zwei oder drei Monate vorher bei der Vorsorge und da war nichts.
00:05:39: Und dann hatte ich aber ... Dass ich unterwegs war und merkte, ich hab einen Ziehen in der Brust, irgendwie ist es unangenehm.
00:05:46: Hab dort durch Super hingetastet und gemerkt, da ist ein kleiner Knobbeln.
00:05:52: war unterwegs, hatte mit meinem Freund telefoniert.
00:05:54: Er meinte, wenn ich zu Hause bin, da ist was.
00:05:56: Ich würde gerne ... Also erinnere mich mal dran, dass du das auch noch mal abtastest und das haben wir dann gemacht.
00:06:03: Und der war am Ende ja die führende Kraft, die gesagt hat, nee, ich möchte, dass Du zur Frauenärztin gehst und das Abklären gehst.
00:06:11: Damit hat er mir ein Stück weit das Leben gerettet weil ... das dann relativ schnell klar war, dass dieser kleine Knubbel der da so ein bisschen stört und es war mein Glück also dass er wirklich eben wenn ich mich bestimmte Bewegungen gemacht habe.
00:06:26: Dass der einfach unangenehm war.
00:06:28: Es war wirklich so ein leichtes Sin und dadurch hab ich ihn überhaupt erst entdeckt.
00:06:34: Lustigerweise hat mein Vater auch bei meiner Mutter den ersten Knoten, also bei der ersten Erkrankung entdeckt.
00:06:39: Der meinte dann so du hast da was und sie so was?
00:06:42: Also oft sind es so Zufallsentdeckungen eigentlich die einem das Leben retten.
00:06:47: Du warst ja damals auch total in deinem Job eingebunden, du hast ja nichts gedacht.
00:06:52: Wie haste dich auch damals ernährt.
00:06:54: wie bist du mit deinem Körper umgegangen?
00:06:55: War das ganz anders?
00:06:57: Ich war sehr gestresst.
00:06:59: Also, wenn ich jetzt so klar ... Damals hätte ich niemals gesagt, dass das alles zu viel ist und sich vieles zu gestressten.
00:07:05: Man gibt es ja nicht zu!
00:07:07: Man denkt, das ist ja normal.
00:07:08: Und für mich war's aber auch schon noch mehr Stress zu sagen.
00:07:12: Ich hab diesen Arzttermin, weil ich mir diese Zeit damals gar nicht nehmen wollte.
00:07:15: Weil ich hatte gerade frisch einen neuen Job begonnen.
00:07:18: Ich wollte performen, leisten und dachte, ich kann ja nicht in den ersten Wochen der Probezeit ausfallen und sagen nee, der Arzttermin ist wichtig.
00:07:27: Und deswegen umso wichtiger, dass ich mir die Zeit genommen habe.
00:07:32: und hier auch nochmal der Appell.
00:07:33: Nein, deine Gesundheit ist immer wichtiger als dein Job!
00:07:37: Gerade Vorsorgeuntersuchungen sollten wir wahrnehmen... Und ja, war gerade eben voll in dieser Doge-Durchstaatmodus hatte irgendwie dieses große Ziel.
00:07:47: Dass ich mit Anfang dreißig irgendwann in Richtung Führungsposition gehen möchte und habe darauf ganz ganz gezielt hingearbeitet.
00:07:57: Und dementsprechend hab' ich alles dafür getan!
00:07:59: Dafür aber auch wenig für meine Gesundheit, dass ich viel von meinem Körper gefordert.
00:08:05: Aber ich glaube, ich habe ihm zu wenig gegeben und das mache ich eben heute anders.
00:08:09: Also heute weiß ich... Ich muss dem Körper mehr geben!
00:08:13: Und dann darf ich auch nehmen also dass das quasi eine wechselseitige Beziehung ist, dass sich nicht nur fordern darf sondern dass es ein Geben und Nehmen ist und ne wertschätzende Beziehungen die wir mit unserem Körper führen sollten.
00:08:26: Du hast ganz am Anfang gesagt, ja die Diagnose hat dich so ein bisschen komplett oben gehauen.
00:08:33: Das fand ich ganz interessant mit dem Abstand wie man diese Situation selber beschreibt.
00:08:38: also es hat dir wahrscheinlich komplett den Boden unter den Füßen gezogen oder?
00:08:41: Also mein erster Gedanke war nie für sowas habe ich jetzt keine Zeit und das ist so krass als ich saß wirklich auch bei der Diagnosis.
00:08:49: Ich weiß noch mit meiner Mutter in diesem Raum Und mir wurde gerade erklärt dass sich Brustkrebs habe.
00:08:54: meine erste Frage war Aber was hat das zu bedeuten?
00:08:57: Wenn ich krankgeschrieben ... Das kann ich grad nicht.
00:09:00: Ich hab keine Zeit für, um wie meine Mutter mich nur anguckt, ist das ihr erster Satz nachdem sie eine Brustkrebsdiagnose bekommen hat?
00:09:08: Ja!
00:09:09: Und das war ich damals.
00:09:11: Also, mein erster Gedanke war nicht meine Gesundheit.
00:09:13: Was passiert jetzt?
00:09:14: Ich könnte sterben, sondern was ist mit meinem Job?
00:09:19: Dann kam die Chemo und auch ein bisschen komplett... Ging das mit dem Essen dann nicht mehr so richtig?
00:09:31: Auch das hatte ich mir anders vorgestellt.
00:09:33: Ich dachte, ich mache mal einfach so eine Chemo und habe auch den Arbeitgeber gesagt, ich mach jetzt mal sechs Monate Chemo!
00:09:40: Und merkte dann auch nach der zweiten oder dritten Chemo... Ich wär ein Kraftverlohr.
00:09:47: Also ich hab auch wirklich am Anfang noch voll und ganz gearbeitet, weil ich auch irgendwie ... ich wollt das alles noch nicht wahrhaben!
00:09:53: Also ich wollte mich nicht dieser Diagnose stellen, dass das jetzt mein Leben sein soll... also ich wollt noch arbeiten, ich wollt so viel Normalität wie möglich.
00:10:01: Musste mir dann aber auch wirklich eingestehen?
00:10:03: Nee, also ich muss mich jetzt krank schreiben lassen.
00:10:05: Ich muss mich in den Körper kümmern, weil nach der zweiten oder dritten, ich glaub es war nach der dritten Chemotherapie Es blieb nichts mehr an Essen drin, wenn mein Darm dann so kaputt war.
00:10:16: Also vorne und hinten raus?
00:10:18: Wollen wir es mal beim Namen nennen?
00:10:19: Genau!
00:10:20: Also ich konnte trinken und selbst das Trinken ging einem durch und ich hatte keine Kraft mehr.
00:10:26: also ich habe wirklich teilweise musste mir denn meinen Freund zur Toilette helfen weil ich nicht mehr die Kraft hatte vom Bett bis zu Toiletten weil mein Kreislauf komplett niedergelegt war lahm und ich warte komplett unter Gewicht.
00:10:39: und da war aber auch wirklich dieser Punkt wo gesagt habe, hey komm also du hast jetzt noch ein paar Schemositzungen.
00:10:45: Das kann so jetzt nicht, das kann jetzt nicht irgendwie dein Leben die nächsten Wochen sein sondern du musst selbst handeln, du musst was tun damit du jetzt da möglichst gut
00:10:53: durchkommst.".
00:10:54: Ja auch wieder selbst, ne?
00:10:56: Selbst ist die Frau war glaube ich so'n bisschen deine Parose und... Ich wollte diese Kontrolle machen zurück!
00:11:01: Weil
00:11:02: dieser Verlust von Kontrolle, das war für mich ganz, ganz schrecklich.
00:11:05: Also ich war ja immer so einen richtig krasser Kopf Mensch Und auf einmal diese Kontrolle abzugeben, das wollte ich nicht.
00:11:11: Da war ich dann so langsam... Ja nee!
00:11:13: Ich muss brauche jetzt irgendwas wo ich mir so ein Stück weit diese Kontrollen wieder zurückholen
00:11:17: kann.".
00:11:18: Okay und dann ist Carol losgegangen und hat was gemacht um da wieder rauszukommen?
00:11:24: Erst mal das, was sich nicht empfehlen würde gegoogelt.
00:11:29: Geguckt okay Ernährung, was kann ich machen, was?
00:11:33: Also, was kann ich essen?
00:11:35: Was kann irgendwie vielleicht wieder am Magen bleiben und hab da dann langsam angefangen mich da reinzulesen.
00:11:42: Hab dann aber ja eben mich wirklich krankschreiben lassen und nicht mehr gearbeitet und hatte jetzt Zeit.
00:11:48: also habe ich diese Zeit dafür investiert zu recherchieren in Bezug auf Ernährung im Bezug auch welche Studien gibt es zum Thema Ernährungen?
00:11:56: hat mit diverse Bücher also der Klassiker warum Krebszeilen?
00:12:01: Warum Wie war das mit den Himbeeren Mist?
00:12:05: Warum ... Himbeern mögen keine Krebsfällen.
00:12:08: So heißt
00:12:08: es.
00:12:08: Wir Himbeer mögen keinen Krebsfilm, nee!
00:12:10: Also du meinst andersrum?
00:12:11: Aber das ist auch nicht schlecht!
00:12:15: Doch, Krebs.
00:12:18: Wir wissen alle,
00:12:18: welches Buch ich meine.
00:12:19: Es ist Himbeeren!
00:12:21: Ja genau.
00:12:23: Weil das eben auch schon wieder dogmatisch ist und irgendwie man denken würde hey es ist jetzt Himbeern und der Krebs ist dann weg ist natürlich nicht so und das weiß man auch wenn man das Buch gelesen hat.
00:12:33: aber ja ich habe mir eben wirklich diverse Bücher geholt hab mich die ganzen Studien durchforstet und gemerkt ja okay krass also mit Ernährung kannst du schon viel machen.
00:12:44: anhand meines Körpers gemerkt, als ich wieder noch mal essen konnte und wieder mehr Kraft hatte.
00:12:50: Ich muss da nachhaken?
00:12:51: Ja klar!
00:12:53: Also offensichtlich war es bei dir anders.
00:12:56: Ich habe ja einfach nichts runtergekriegt.
00:12:58: also die ersten Tage war einfach nichts möglich weil es hat alles nach Blutsturopor und Eisen geschmeckt.
00:13:06: So ich hatte die ganze Zeit Appetit.
00:13:09: Das heißt du hast schmecken können und du hast auch Dinge runterbekommen.
00:13:14: Und in dem Moment, wo du dich sozusagen so ernährt hast wie du es in den Büchern nicht vorgeschrieben aber davon inspiriert hat dein Körper plötzlich gesagt danke ich atme auf!
00:13:25: Ja das war natürlich nicht der erste Tipp der geholfen hat.
00:13:29: also sich kam natürlich wieder auf diese Ernährungsmythen wo es dann wieder heißt du musst diesmuss das.
00:13:33: und ich war natürlich erstmal krass dogmatisch und dachte okay also kein Weizen, keinen Zucker muss jetzt irgendwie so am besten Keto gehen.
00:13:45: Ich muss jetzt die nächste Saftkur machen, ich muss dies, ich musste das und hab natürlich irgendwie sehr stark reduziert habe dann aber eben eher mal ausprobiert welche Lebensmittel sind gut?
00:13:56: also und da geguckt.
00:13:58: bei mir war es auch wirklich so dass sich nach den Chemotherapien...ich hatte einen krassen Hunger!
00:14:02: Also ich habe dann so richtig gelöst bekommen was bringt mit dieser Hunger und dieser Appetit wenn nichts drin bleibt?
00:14:09: Das war denn eher mein Problem.
00:14:11: Und hab dann, also ich habe Haferflocken für mich entdeckt.
00:14:14: Also da wären wir wieder, weil wer meint die Haferkseil?
00:14:18: Aber seitdem auch früher ... Ich hab ein klassisches Brötchen gegessen mit Marmelade und kann mir jetzt nicht mehr vorstellen, normale Brötchens zu essen bei jedem.
00:14:29: So gut wie jeden Morgen, wenn ich heute mein Joghurt esse, esse ich meinen Porridge!
00:14:33: Meine Haferflocken, weil die mir einfach morgens so gut tun Energie geben.
00:14:37: und Hafer Flocken.
00:14:38: also dieser klassische Haverschleim war das erste was bei mir im Magen drin blieb.
00:14:43: Und das habe ich dann verschieden kombiniert.
00:14:46: Also, ich kann das ja wirklich süß kombinieren mit Früchten.
00:14:49: Kann da die verschiedensten Sachen mit dran machen, Nüsse oder so ein bisschen warm einweichen?
00:14:55: Ich kann es aber natürlich auch deftig probieren!
00:14:57: Ich kann das dann mit Gemüse und ein bisschen mit Salz kombinierend.
00:15:00: Dann hab' ich was Deftiges... ...und das waren so die ersten Sachen wo ich merkte, da bleibt endlich mal wieder ein bisschen etwas drin.
00:15:07: Ich glaube, dass fand ich auch mal so toll, was du mir mal gesagt hast ist Ich schaue, dass ich meinem Körper das gebe was meinem Körper Energie gibt.
00:15:16: Und da... Das war für mich so ein Wendepunkt.
00:15:17: mal als ich dir zugehört habe ich so ach stimmt also es gibt so viele Sachen die ich esse, die meinem Körper gar nicht Energie geben.
00:15:23: und es muss ja nicht dogmatisch sein wie du es sagst sondern einfach, dass man so ein bisschen drauf achtet wo kommt die Energie her?
00:15:29: Und ich glaube das ist für jeden auch anders.
00:15:30: als zum Beispiel bei meiner Mutter war das so Bei der zweiten Erkrankung, die war ja Stufe vier schon.
00:15:36: Da dachte ich auch erst mal so kein Zucker mehr und keinen Croissant, weil sie wollte immer Croissant haben.
00:15:40: Kein Croissant!
00:15:41: Das ist viel zu schlecht mit den Weizen und so... Und irgendwann habe ich dann mal kapiert, die ist ja Stu Fe Vier.
00:15:47: also da kann ich Croissants geben nonstop.
00:15:49: das wird jetzt auch in dem Fall glaube ich keinen Unterschied mehr machen.
00:15:53: und am Ende was wichtig dass überhaupt noch Kraft hatte.
00:15:55: ja das ist ja auch nichts zu unterschätzen.
00:15:57: Und was ich ja damals auch gegeben habe, war Fressobin.
00:15:59: Kennst du bestimmt auch?
00:16:01: Und dann hatte es sich aber immer bei mir beschwert ... Die hat mir das fast um die Ohren gehaut.
00:16:05: Du immer mit deinem Fresso-Bin, probier das mal!
00:16:07: Das schmeckt total ekelhaft.
00:16:09: Ich hab da immer so ein Stück ... Es ist
00:16:10: auch so... Also die ersten zwei Flaschen denkt man ... Es is' auch so.. Die ersten zwei flaschen denkt man so.... Ist doch eigentlich ganz lecker und dann hängt's einem irgendwann so aus den Ohren raus.
00:16:21: also ich muss nur jetzt dran denken und ich merke sofort wie sie alles in mir zusammenzieht.
00:16:27: Wir haben eine Fresubin-Party gemacht, weil sie gesagt hat du musst jetzt auch mal ne Flasche trinken.
00:16:32: Weil beim ersten Schluck dachte ich immer das ist doch gar nicht so schlimm, es ist ein bisschen milkshakeartig und so was hat die denn?
00:16:37: Da hat sie gesagt du trinkst jetzt auch einmal eins!
00:16:39: Und ich war damals auch echt sehr viel Gewicht abgenommen, weil mich das auch so gestresst hat mit meiner Mutter.
00:16:44: Es ging ja wirklich um Leben und Tod jeden Tag.
00:16:47: Ich dachte mir gut die Fünfhundert Kalorien können wir jetzt auch nicht schaden mache ich auch mal so ne Fresubinen Party mit ihr und dann haben wir angestoßen und das getrunken.
00:16:54: Und ich so die ersten zwei Schlucke, ich immer noch so ja okay und dann schluck drei schlüpfe ich.
00:16:58: Okay!
00:16:59: Ich glaube ich verstehe langsam was ihr meint.
00:17:01: Ich habe das fast nichts verändet trinken können und da mache ich echt viel milder mit ihr muss ich sagen also muss fast jeder Angehöriger das auch mal alles durchmachen.
00:17:08: Also was man halt machen kann.
00:17:09: Man kann nicht sich jetzt eine Chemo reinhauen aber das Fresubin kann man ja auch mal probieren.
00:17:13: Ich so um Gottes Willen, ich hab echt vollstes Verständnis dass sie da echt immer so gekwängelt hat.
00:17:18: Was ihr auch beschreibt?
00:17:19: Also es war auch das erste, was mir die Ärzte dann verschrieben hatten und wo ich dann auch gesagt habe Nein.
00:17:23: Das kann nicht die Lösung sein!
00:17:26: Weil nein also... Es war auch meine Erkenntnis dadurch relativ schnell weil man ja immer denkt, weil auch ganz am Anfang war ich auch bei einer Ernährungsberaterin, die mir dann gesagt hat sie brauchen Kalorien Und genauer dass ist eben der Ansatz den ich gar nicht mehr fahre.
00:17:42: Weil es geht nicht um die Kalorie.
00:17:44: Es geht um die Nährstoffe und deswegen sind wir wieder mit dem Thema was du ja meintest was gibt mir Energie und was raubt mir vielleicht ein Stück weit Energie?
00:17:52: Und
00:17:53: Energie geben wir jetzt nicht die Kalorien, sondern die Energie kriegen wir durch die verschiedene Nährstoffe.
00:18:00: Deswegen empfehle ich jetzt eben stattdessen er zum Beispiel macht ihr einen guten Protein-Shake also da kannst du ja auch frisches Obst reinmachen, dann kannst du Nusmus rein machen.
00:18:10: Klar da hast Du eben auch die Kalorien, die Dich ein bisschen nähern aber Du hast eben richtig wertvolle und natürliche Nährstoffe wo der Körper automatisch eben wirklich seine Energie rausbekommt?
00:18:22: Ich glaube, gerade das Thema Ernährung ist eine wahnsinnige Überforderung da.
00:18:25: Gerade wenn man die Diagnose bekommt und die Ärzte wie wir wissen haben ja immer nicht viel Zeit.
00:18:30: Die beschäftigen sich damit auch jetzt nicht so.
00:18:32: Sie wollen sozusagen gesund machen mit den Medikamenten.
00:18:37: Wir haben dann im Vorfeld mal mit Martina Wiesin gesprochen, die das Supportivzentrum in München leitet und aus ihrer täglichen Arbeit weiß sie welche Fragen und Unsicherheiten das Thema Ernährung bei Krebs mit sich bringen kann.
00:18:51: Und was dabei wirklich wichtig ist, erklärt sie im folgenden O-Ton.
00:18:54: Denn mit den Regeln ist das bekanntlich ja so eine Sache.
00:18:58: Erstens mal schicke ich eigentlich fast jedem zur Ernährungsberatung, weil sie schonmal sehr, sehr wichtig sind.
00:19:04: Selbst wenn die Ernährung super ist, es ist gut einfach nochmal von einem
00:19:07: Externen
00:19:08: zu hören, was man gerade achten sollte.
00:19:11: und da sind viele dabei, die dann sagen, Ach, ich habe ja eigentlich schon relativ viel!
00:19:17: Das ist
00:19:17: toll!".
00:19:18: Da kann ich ja schon drauf aufbauen.
00:19:20: Manche sagen, ich habe mit Ernährung gar nichts am Hut.
00:19:23: Ich glaube schon dass ich ab und zu was gesundes ist aber man merkt es nicht so.
00:19:33: Therapiefas ist es ganz, ganz wichtig dass wir nicht in eine Mangelernährung fallen.
00:19:37: Und viele freuen sich und sagen dann habe ich zehn Kilo abgenommen oder sonst was?
00:19:41: Das ist doch toll!
00:19:42: Nee, ist das nicht.
00:19:43: Wir müssen schauen, dass der Ernährungsstatus gut ist und dass eben obwohl man jetzt vielleicht noch einige Kilos nach außen hin trägt aber er nach innen hin hat, ist mal Mangel ernährt und es müssen die Leute erstmal so ein bisschen verstehen.
00:19:56: Und dann versuche ich immer, ich bin immer mehr so auf der Softenseite.
00:20:00: Ich sage wir müssen das alles sofort umstellen.
00:20:03: Das stresst uns unglaublich!
00:20:04: Wir sind krank, da müssen wir die Ernährung den Sport, die Entspannung und dann müssen wir noch ja das und jenes machen und bis wir schauen, sind wir wieder so gestresst mit dem Ganzen dass wir dann denken oh Gott jetzt muss ich ja auch noch kochen, jetzt muss sich gesund sein und ich habe gerade was schlechtes gegessen.
00:20:24: gar nicht gut.
00:20:24: Das wollen wir überhaupt nicht, weil das würde allem anderen entgegen wirken was wir ja sowieso eigentlich machen für uns.
00:20:32: aber jetzt konkrete Tipps.
00:20:34: also.
00:20:34: was ich so ein bisschen mit gebe ist dass man einfach versucht sich so ein bißchen zu überlisten.
00:20:41: es gibt ja mal so psychologische Tricks wo man sagt okay ich darf keine Schokolade mehr essen das heißt ja etwas Negatives dass man es einfach umendet und sagt, nee aber ich darf mehr Gemüse essen.
00:20:55: Dafür darf ich extra Gemüsesessen ja?
00:20:57: Und die Schokolade ersetzt sich vielleicht jetzt langsam von der Vollmilch oder Nougat-Schokolade nicht zum Beispiel sehr gern mag in eine dunkle Schokolad.
00:21:08: Die ist deutlich besser für mich und dann nehme ich halt ein Stück.
00:21:11: Und wenn ich in mein Essen so ein bisschen Adi-Bitterstoffe integriere, habe ich nicht mehr so viel Lust auf Süßes und so.
00:21:18: Dinge kann ich machen.
00:21:19: Ich kann mir zum Beispiel einen Bett aus Rucola machen und kann da was drauflegen und kann das mit essen.
00:21:25: oder ich kann mir auch so Tropfen aus der Apotheke besorgen, so Bittertropfen.
00:21:29: Die schmecken jetzt wirklich nicht gut aber sie haben einen guten Effekt!
00:21:33: Und letztendlich dieses Essen diese Achtzig Prozent gesund?
00:21:41: und vielleicht zwanzig Prozent nicht so gesund.
00:21:44: Und so kann ich versuchen, immer wieder mehr aus diesem Kreis rauszukommen, mich dafür gut in Nahrungsmittel und Lebensmittel zu interessieren, mir auch selber mal den Teller schön anzurichten und trotzdem mit anderen den Fokus auf dieses Essen zu nehmen.
00:22:02: Weil gerade im Bezug auf Essen ist es unglaublich schwierig für jeden das zu finden was für ihn gut In anderen Medizinsystemen, im Ayurveda ist ja zum Beispiel das drei verschiedene Konstitutionstypen gibt und da wird für jeden was anderes angeboten.
00:22:22: Also das ist natürlich bei uns jetzt noch gar nicht.
00:22:25: es gibt keine Krebsdiät oder es gibt Es gibt viele Sachen, was du nicht essen sollst.
00:22:32: Aber es gibt nicht die eine Sache, die du unbedingt essen solltest, dass du kein Krebs kriegst oder eben gesund wirst.
00:22:39: Das macht's natürlich ein bisschen schwierig.
00:22:41: Was da ne sehr tolle Seite ist, das ist wo man sich auch sehr gut informieren kann... ...was Essen bei Krebs heißt die?
00:22:49: Eat what you need!
00:22:52: Da kann mal draufschauen, das sind lauter Ernährungsspezialistinnen.
00:22:56: Die kommen aus der LMU Und die haben auch Rezepte drauf, da kann man eine Ernährungsberatung erbuchen und so kann man sich ein bisschen hinarbeiten.
00:23:08: Und versuchen dem Ganzen so ein bisschen mehr Rahmen- und Raum zu geben und nicht alles sofortzumachen sondern einfach mal ein Stück langsam integrieren, dass ich zum Beispiel mein Glas Wasser auch trinke.
00:23:25: Dass ich auf meine Eiweißbilanz achte und da steht dann immer dort ja du brauchst so viel Eiweiss hinterfragen, ich muss nur alles raussuchen.
00:23:37: Ne?
00:23:37: Da steht dann oft mal ah wenn sie am Tag das und das essen, dass einmal in der frühen Müsli mit dem und dem und das und so da ist so viel Eiweiß drin.
00:23:47: also das wäre jetzt zum Beispiel ein Beispiel, dass man gut durch den Tag kommt.
00:23:53: Und wenn ich das mal gesehen habe, dann denke ich mir achso ja Müslis esse ich sowieso und da mache ich halt noch was drauf und schon hab' ich nicht mehr diesen Druck.
00:24:02: Ich muss über alles Bescheid wissen.
00:24:05: Ich muss nur manche Sachen einfach umsetzen und einfach so ein bisschen Gespür für mich selber finden.
00:24:13: Und es ist auch ganz wichtig, dass man nicht in allen Phasen der Erkrankung das Gleiche verträgt oder mag.
00:24:19: Also bei der Chemie ist ja oft so, dass der bittere Geschmack da ist und viele Dinge die man vorher gern gemocht hat, mag man dann gar nicht mehr.
00:24:26: Auch da gibt es schöne Empfehlungen wo man sich wo ich jetzt vorher schon gesagt habe, auf den Seiten holen könnte und sagt okay dann mache ich da mehr Bitterstoffe oder tut dieses oder jenes rein.
00:24:41: Und kann mich über diese Phase retten.
00:24:43: danach darf ich dann wieder andere Elemente in meine Ernährung mit reinbringen.
00:24:51: Ich merke dass ich beim Anhören fast ein bisschen traurig werde.
00:24:54: das sind so Infos.
00:24:56: die hätte ich zu meiner Zeit gerne gehabt weil total in eine Sinnkrise gestürzt, also im wahrsten Sinne des Wortes.
00:25:06: Wenn ein Sinn nicht funktioniert, wenn der einen Sinn fehlt und so ein wichtiger, weil damit ist ja so viel verbunden Genussgeschmack aber auch Geselligkeit.
00:25:16: Also dieses mich mit Freunden zusammenzusetzen.
00:25:20: wie oft haben die das versucht?
00:25:21: Was haben die alles angeschleppt Königsberger Klopse zum Beispiel?
00:25:24: Die haben dann nach Honig, nach irgendwas... Das war auch wie ein Ausschluss aus etwas sozialem Verbindendem, dass ich... Also ich will immer Vorsicht mit dem Wort Depression.
00:25:37: Aber ich würde schon behaupten, dass sich kurz vor der Depression stand weil mich das fix und fertig gemacht hat.
00:25:43: Vor allem dieser Widerspruch aus.
00:25:45: Ich habe Lust!
00:25:46: Ich kann mir das vorstellen, ich weiß wie es schmeckt und ich beißt da rein Und es ist einfach nur abartig
00:25:53: Ja
00:25:55: Hast du solche Momente auch gehabt?
00:25:56: Weil also Martina Wiesens spricht ja auch von diesem Druck beim Essen alles richtig zu machen.
00:26:02: Wenn ich dir so lausche, klingt das eher als ... War das was Freutvolles bei dir?
00:26:08: Als hättest du gar nicht so einen Stress gehabt oder?
00:26:11: Wär schön, wenn dem so gewesen wäre!
00:26:12: Ich hab mir natürlich am Anfang sehr viel Stress gemacht und da kommt auch mit den Jahren mehr Leichtigkeit rein weil ich mir am Anfang natürlich wahnsinnig viel verboten habe und es ist ebenso dass sich immer noch ernähre mich sozusagen auch immer noch industriezuckerfrei.
00:26:28: Auch einfach aus diesem Bewusstsein, dass ich eben weiß es gibt einfach bessere Alternativen.
00:26:34: aber nicht mehr aus diesen Verzichtsgedanken sondern Ich glaube was wichtigste was ich für mich gelernt habe ist wirklich diesen Fokus richtig zu legen.
00:26:42: Warum mache ich das Ganze?
00:26:44: Sondern Also warum sollte ich mir das ganze verbieten?
00:26:49: sondern wo möchte ich diesen fokus drauflegen?
00:26:51: und der fokus ist ich möchte mehr energie haben ich möchte mich wieder gut fühlen Und wir fühlen uns nicht besser, indem wir uns eben Dinge verbieten und sagen verzicht ist die Lösung.
00:27:02: Das finde ich hat sie grad so wundervoll gesagt.
00:27:04: also dass wir genau davon weg müssen diesen oh du darfst dies nicht du darf das nicht und dass wir wirklich mehr auf diese Perspektive gehen soll.
00:27:11: weg von diesem Verzicht.
00:27:13: Wovon sollte ich mehr zu mir nehmen?
00:27:15: Und das war wirklich so mein Learning.
00:27:16: Also deswegen bin ich auch weg von diesen ganzen Tipps, die ich damals bekommen habe.
00:27:23: Ich hab einfach probiert und gemerkt okay wie geht's mir dann nach bestimmten Dingen?
00:27:28: und warum geht es mir da auf einmal besser?
00:27:29: Das ist ganz einfach!
00:27:30: Wir wissen klar wir alle Gemüse sind gesund Aber vielleicht sollten wir uns viel mehr fragen, wie schaffen wir es?
00:27:37: Mehr Gemüse in unseren Alltag zu integrieren.
00:27:39: Also wie fangen wir da an?
00:27:41: also wenn wir erst mal anfangen ich darf das alles nicht mehr funktioniert das nicht.
00:27:44: aber wenn wir erstmal sagen okay morgens ich fange erst einmal an mir vielleicht ein bisschen Obst auf meinen Teller zu machen.
00:27:51: Und dann kann ich eben gucken, was es noch dazu gibt und dazu kommt noch ein paar Nüsse.
00:27:55: Damit fange ich an.
00:27:56: Dann dürfen wir aber auch die anderen Dinge existieren.
00:27:58: Auch wenn ich mir mittags oder abends meine Speisen mache, dass ich erstmal mit dem Gemüse anfange und das vielleicht wirklich über die Hälfte des Tellers erst mal mit Gemüsen gefüllt ist und dann können ja die anderen Sachen dazukommen.
00:28:10: Und da ist es eben okay, wenn's nicht die einen Empfehlung, sondern wenn ich darauf Lust habe, dann ist es das Richtige.
00:28:17: Aber wie schaffe ich diese gesunden Dinge step by step wieder mehr eben in mein Alltag zu integrieren, dass es passt oder sich einen gesunden Saft.
00:28:25: Also das habe ich heute morgen als ich diesen Endsafter da jetzt auch beim Hotel hatte.
00:28:29: also einfacher ging's nicht um mir einfach mal Obst und Gemüse zuzufügen.
00:28:34: Das sind so Kleinigkeiten!
00:28:36: Du hast mir was Interessantes am Telefon gesagt.
00:28:38: du meintest du hattest nach jeder Chemo so krasse Gelöste auf Butterprezeln glaube ich?
00:28:44: Oder generell
00:28:44: Brezel?
00:28:45: Ja genau Das
00:28:47: glaubt mir immer keiner, dass ich nach der Stimmung Brezel gegessen habe.
00:28:53: Das war noch sozusagen die alte Karo oder war das auch schon die neue Karo?
00:28:56: Die sagt Ich erlaube mir das weil ich da drauf Lust habe.
00:28:59: und wie sagst du was willst du heute?
00:29:00: man sagen die sagt ja ich tue mir Gemüse aufs Teller aber ich will trotzdem diese Brezel brauche ich unbedingt.
00:29:06: Es war so ein Mix aus beiden.
00:29:08: also ich wusste eigentlich dass die Brezel jetzt nicht das Richtige ist.
00:29:11: ich hab aber einfach gewusst Ich brauche das gerade und mein Körper sagt, er braucht diese Brezel.
00:29:17: Also ich bin wirklich nach jeder Chemotherapie gegenüber warmen Bäcker.
00:29:20: Ich bin da rein hat mir eine Brezel geholt und danach ging es mir in der Hinsicht gut.
00:29:25: Es ist tat mir gut Und ich habe auch die ganze Zeit über warum ne Brezel dachte mir so Ich hab's nicht kapiert habe jetzt aber natürlich eben auch mit dem Wissenstand was ich heute habe Verstehst.
00:29:36: also warum die Brezel?
00:29:37: da ist Salz drauf?
00:29:38: Ich war nach der Chemo Therapie Dehydriert nicht brauchte Elektrolyte.
00:29:42: Und genau diesen Gedanken finde ich ja auch so schön, dass wir auch wieder mehr auf unseren Körper hören.
00:29:49: Weil der Körper uns eigentlich die richtigen Signale sendet was wir brauchen!
00:29:54: Wie sie gerade so schön gesagt hat also eine Schokolade.
00:29:57: wenn wir Lust auf eine Schokolade haben es bringt nichts das zu verbieten sondern vielleicht sollten wir dann bewusst zu dieser Zartbitter-Schokolade ergreifen weil am Ende tut die uns vielleicht gut weil ich sage immer wenn wir so Lust auf etwas Süßes in der Schokoladen haben Vielleicht sagt der Körper gerade, er braucht Magnesium und vielleicht auch ein bisschen Stück Zink.
00:30:16: Weil genau das haben wir eben in der Schokolade drin.
00:30:18: aber das haben vor allem eben wenn die Schokoladen wirklich sehr schokoladig ist einen hohen Anteil an richtigen Kakao hat Und da sind wieder die Nährstoffe drin und dass wir so wirklich gucken Wenn wir was zu uns nehmen Was ist da an Nährstoffen drinnen?
00:30:35: Also welchem Mehrwert bietet uns das?
00:30:37: also?
00:30:37: weil ich weiß eben heute wenn ich den Weizenbrötchen zu mir nehme Da sind nicht viele Nährstoffe.
00:30:41: Das zettigt mich vielleicht, aber Sättigung reicht mir allein nicht aus.
00:30:46: Ich möchte eben wirklich diese Energie haben und das kriege ich durch die verschiedenen Nährstoffen.
00:30:51: Deswegen würde ich immer lieber dann ein Vollkornbrötchen anwählen, wo ich weiß, da sind wir ja die Ballerstoffe, da kann ich wieder meinem Damen was Gutes tun?
00:30:58: Also ich möchte im Körper einfach echt etwas Gutes tun.
00:31:02: Kauh, ich höre da drei Dinge.
00:31:03: Das eine ist sozusagen eine bewusste Entscheidung zu treffen.
00:31:08: Ja!
00:31:09: Ich entscheide mich für.
00:31:11: dann ist es Wissen, es macht ja.
00:31:15: Also wenn ich mich informiere, wenn ich mir Wissen aneigne, kann ich auch unterscheiden zwischen dem was ist gesund und was ist nicht gesund?
00:31:23: Und das Dritte ist, was du ansprichst, dieses Hör auf deinen Körper.
00:31:28: Jetzt stelle ich mir trotzdem die Frage wo endet für dich dieses?
00:31:33: Ich kann selbst etwas tun weil das habe ich alles selber in der Hand.
00:31:36: Und wo beginnt diese gefährliche Idee, wenn ich nur richtig esse?
00:31:42: Dann kann ich den Krebs kontrollieren oder ich kann sogar dafür sorgen dass ich kein Krebs bekomme.
00:31:51: Ich weiß nicht ob das die richtige Perspektive ist.
00:31:53: also ihr möcht natürlich eben sagen ich esse das und dann haben wir keinen Krebs mehr.
00:31:58: Ich denke aber von diesem Gedanken müssen wir weg sondern eher Wie können wir in einer bestimmten Situation, wie sind so eine Ausnahmesituation mitten in der Chemotherapie?
00:32:08: Wie können den Körper ein Stück weit stärken, dass er besser für uns arbeiten kann.
00:32:13: Denn unser Körper kann ja wahnsinnig viel und unser Körper kanja von Natur aus.
00:32:19: Der kann ja auch gegen Krebszellen arbeiten aber... Irgendwie braucht er aber natürlich eben auch einen Support von uns, damit er einwandfrei arbeiten kann.
00:32:28: Und deswegen ist es eine Baustelle die wir eben also.
00:32:32: eine Sache, die wir tun können, ist eben die Ernährung.
00:32:35: Aber das ist nicht nur die Ernärung klar da kommt alles zusammen.
00:32:38: Natürlich brauchen wir Bewegungen.
00:32:39: Die Studienlage ist ganz klar.
00:32:41: Also Bewegung ist glaube ich noch wichtiger als die Ernäherung, aber die Studien zeigen Bewegungen und Ernährungen.
00:32:47: Ich glaube genau da aus diesem ganzen Pop-Programm müssen wir diese richtige und uns einfach klar machen, können wir mit dem was wir essen jetzt keine Krankheiten heilen.
00:32:58: Wir können aber unseren Körper aktiv bei dem was er für uns tut unterstützen und wir können ihn stärken.
00:33:03: Du sprichst das gerade an unser Körper ist ein Wunderwerk.
00:33:06: ja also während der Chemo dachte ich immer wieder Geil bist du denn?
00:33:11: Ich hau dir hier immer wieder eins auf den Latz und du stehst immer wieder auf nach dem dritten Mal.
00:33:16: Also jedes mal wurde ich wächer, aber der hat immer wieder versucht Ballons herzustellen.
00:33:21: Das war eigentlich das erste Mal – für diese Erfahrung bin ich total dankbar auch wenn es sich anhört – dass ich wirklich in Kontakt mit meinem Zuhause gekommen bin.
00:33:31: Und das was Du ansprichst ist ja nicht nur während der Chemotherapie sondern auch präventiv.
00:33:36: Und ich muss sagen, ich bin neulich bei Instagram.
00:33:40: Ich nenne den Account nicht ja?
00:33:42: Aber das ist brandgefährlich!
00:33:43: Bei einem Account gelandet wo eine Ärztin ... Und das ist ja auch immer die Gefahr bei Instagram der Verkürzung, aus einer Sensation erzeugen.
00:33:53: Also
00:33:53: wenn ihr keine Pommes mehr isst, wenn ihr das nicht dann kommt auch der Krebs nicht.
00:33:59: und ich meine wir wissen Krebs ist multifaktoriell und Ernährung ist ein riesengroßer Baustein.
00:34:04: aber eben auch nur einen Bausteinen.
00:34:06: Was machst du vielleicht?
00:34:09: Wir bildet es jetzt nicht in den Mund legen Aber macht dich das nicht auch wahnsinnig aggressiv?
00:34:13: und ich finde dass manchmal bin ich da so machtlos, weil man sieht unter den Kommentaren wie dankbar die Leute sind.
00:34:20: Die sind richtig.
00:34:20: danke, dass sie das benennen...
00:34:23: Ich glaube, das Problem ist einfach, dass die Menschen eine einfache Lösung haben möchten.
00:34:28: Also man möchte einfach die eine Lösung haben, weil wir selber sehr bequem sind und dann denken wir oh cool!
00:34:37: Das kann sein.
00:34:38: also ich muss jetzt nur eben keine Pommes mehr essen, dann habe ich kein Krebs mehr.
00:34:41: und wow cool Danke Aber es ist Leben leider nicht so einfach.
00:34:45: Und da muss man echt vorsichtig sein und aufpassen.
00:34:47: auch bei mir, also ich bin bekannt für dem Claim die Lösung ist Brokkoli!
00:34:52: Wie oft wurde dieser Satz Die Lösung ist brokkoli schon darauf gemünzt dass wir mit Brokkolikrebs heilen können?
00:34:59: Nein, können wir nicht.
00:35:00: aber klar sind wertvolle Stoffe drin, die unseren Körper dabei unterstützen quasi da ein bisschen gegen anzukämpfen, die unser Immunsystem stärken und die unserem Körper zusätzlich stärken?
00:35:11: Nein, das gibt es nicht.
00:35:12: Es wäre so schön wenn das so einfach wäre und dann würde es ja gar nicht mehr eine große Krebsrate geben.
00:35:20: Aber wir müssen manchmal auch ein Stück weit... mehr tun als einfach nur auf irgendeine Sache zu verzichten, um kein Krebs mehr zu bekommen.
00:35:26: Sondern wir müssen wirklich wieder mehr zurück in dieses Gefühl für unseren Körper kommen und nicht eben
00:35:32: fordern.".
00:35:32: Das war ja die ganze Zeit auch das was ich getan habe!
00:35:35: Also ich war ja richtig sauer.
00:35:36: wie kann mein Körper mir das jetzt antun?
00:35:38: Ich bin neunundzwanzig also ich bin gerade so mitten in meiner Blüte, ich bin grade voll auf der Überholspur.
00:35:46: Boah, ich war sauer auf meinen Körper.
00:35:48: Krampfansage!
00:35:49: Ich
00:35:49: war so richtig... Ey, was soll der Scheiß jetzt?
00:35:53: Das geht nicht und habe jetzt erst gelernt, nee nie.
00:35:57: also wieder zurück in diese Dankbarkeit für diesen Körper wie du das wunderschön gesagt hast, für dieses Wunder, was er alles schon für uns macht und mit dem Körper dann wieder aktiv zusammenzuarbeiten.
00:36:08: Ich glaub's ganz wichtig, das sind ja auch so viele Mythen auf Instagram und Co.
00:36:12: Und ich weiß noch als meine Mutter das zweite Mal krankt ist.
00:36:14: Das erste mal war ich noch zu jung.
00:36:16: Da haben mir dann Leute geschrieben ... Ja, chemo braucht man überhaupt nicht.
00:36:22: Reicht wenn sie ein bisschen Kurkuma und Ingwer zu sich nimmt?
00:36:24: Nicht nur so'n Gotteswillen... Also was wir da leuteteilweise geschrieben haben, auch ungefragter Ratschläge wo ich mir auch dachte hey bitte blatt mal bei euch zu Hause!
00:36:32: Ich hab gar nicht nach Ratschlingen gefragt.
00:36:35: Bekommen du solche Sprüche auch öfter mal zu
00:36:37: hören?!
00:36:38: Ja, also es kommt ja von allen Seiten und das habe ich ja damals auch.
00:36:44: Aber auf der anderen Seite sind so viele Sachen, gerade bei Kokuma.
00:36:48: Auf der einen Seite sagen sie, Kokuma ist total gut, dann gibt's aber wieder die andere Seite wo du eben wieder vorsichtig sein musst, gerade Kokuma!
00:36:56: Ist ja auch für dich bei der Leber... Kann das ganze Gegenteil also bewirken?
00:37:00: Wenn du eine Chemotherapie machst, kann das eben kontraproduktiv sein.
00:37:03: Also da eben auch ein bisschen mehr aufklären und nicht sagen okay ich hau mir jetzt die nächste Chorhoma-Infusion rein.
00:37:09: Nein!
00:37:10: Wir müssen da auch etwas Rücksprache halten mit den Ärzten.
00:37:13: Da vielleicht auch etwas Vertrauen müssen uns wirklich gute Quellen holen wo wir uns informieren können Nicht unbedingt bei Google, sondern da auch ein bisschen mehr hinterher zu sein.
00:37:25: Also deswegen war es mir damals auch so wichtig dass ich jetzt gesagt habe Ich habe ja schon diverse Bücher geschrieben, aber dass ich jetzt auch wirklich nochmal meinen Buch Ernährung bei Krebs zusammen mit einer Onkologin zusammengeschrieben habe.
00:37:37: Und da auch Rücksprache noch mal direkt vom Fach von der Onklogin das wir uns ausgetauscht haben und da wirklich Tipps an die Hand zu geben und das ganzheitlich zu betrachten also während der Therapie vor der Therapien nach der Therapy.
00:37:51: wie kann ich jetzt mein Körper unterstützen was kann da gut sein?
00:37:56: individuell zu betrachten, weil merken wir zwei ja auch gerade schon wie individuell auch unsere Erfahrungen sind.
00:38:03: Also dass du sagst Boah Geschmack war für mich total krass das ich gar nichts mehr schmecken konnte hatte ich gar nicht.
00:38:09: dafür hatte ich eben wirklich dieses krasse Darmproblem und auch das haut mich ja voll aus der Gesellschaft raus.
00:38:14: Das ist
00:38:14: nicht heißt es sich nicht auch Darm Probleme hat.
00:38:16: Ja ja!
00:38:18: Nein aber...
00:38:19: Wir müssen uns nicht vertiefen.
00:38:22: Lass das
00:38:22: eine ein mehr belastet als das andere.
00:38:26: Und dass wir da auch gucken müssen, okay was belastet uns am meisten?
00:38:29: Was hilft uns?
00:38:31: und das sind ganz ganz individuelle Lösungen.
00:38:33: Ich kann jetzt auch nicht jedem sagen du musst jetzt morgens dein Poach genauso wie ich essen wenn die Person kein Poach mag sondern ausprobieren austesten und offen für Neues sein.
00:38:44: Aber es geht also was man mir gerade in den Kopf geschossen ist Was hältst du eigentlich vom ganzen Thema Nahrungsergänzungsmittel?
00:38:54: Weil.
00:38:55: auch da dachte ich, ich bin super in der Spur und hab eine Weile jetzt so Glyzin genommen.
00:39:01: Aminosäure, ne?
00:39:02: Super für den Körper!
00:39:04: Und bis ich irgendwann durch Zufall gelesen habe das bei meinem Krebstyp hatte das Herz war positiv dass vielleicht gar nicht so eine gute Idee ist, weil nämlich irgendwie dieses Glyzine auch in den Rezeptoren und vielleicht mit verantwortlich sein könnte.
00:39:18: Nun habe ich das aber auch schon wochenlang genommen und wahrscheinlich hat es gar nicht den riesengroßen Effekt gehabt.
00:39:24: Und ich bin aber panisch geworden, weil man natürlich auch heutzutage so leicht Zugriff hat und es überall auch beworben wird, nehmen diese Ernährungsergänzungsmittel.
00:39:35: Wenn ich mal sehe, wenn Leute ihre Schatullen aufmachen was die da täglich in sich rein stopfen?
00:39:40: Ich will das gar nicht bewerden.
00:39:42: Also kurzum wie stehst du zur Nahrungsergänsungsmitteln?
00:39:45: Ich nehme Nahrungsergänzumsmittel aber bewusst.
00:39:48: Da sind wir wieder beim Thema Bewusstsein weil klar auch als Ernährungsberaterin ist mein also als erstes Empfehle ich immer, schau wie du bestimmte Sachen mit deinen... Lebensmittel decken kann, wie du eine Nährstoffe mit deinem Lebensmitteln deckst.
00:40:06: Wenn du es da nicht schaffst dann kannst du immer noch gucken ob Nahrungsergänzungsmitte für dich sinnvoll sind.
00:40:11: und das Schöne ist ja dass wir nicht einfach nur immer reinhauen sollen und Nahrungsegänzungen... weil oftmals sagt also da sind wir wieder beim Thema der Körper kann das alles regulieren.
00:40:22: wenn das zu vieles kann er das schon von alleine ausscheiden?
00:40:25: Ja nein wir überfordern den Körper aber natürlich mit zuviel und bei bestimmten Nährstoffen kann so viel auch echt gefährlich sein gerade einem auch mit einer Krebshistorie und deswegen bin ich eben ein Fender von zu kontrollieren.
00:40:37: Bei Prävention ist gut, aber Kontrolle ist besser und wir können anhand eines Blutbilds bestimmte Nährstoffe prüfen lassen.
00:40:44: also fängt schon damit an... Also ich habe damals auch als erstes erstmal Vitamin D prüffen lassen weil meine Erfahrungen zum Beispiel bei so gut wie allen Krebspatienten ... also das heißt bei allen Krebspazienten die ich bisher getroffen habe hatten alle einen Vitamin-D Mangel.
00:40:59: und da einmal zu prüfen, ein Blutbild zu machen.
00:41:02: Und zu sagen, bevor ich jetzt Vitamin D einnehme, schaue ich doch erst mal was sagt in das Blutblut?
00:41:06: Bin nicht gut versorgt, bin nicht gutversorgt!
00:41:09: Dann kann ich daraufhin entscheiden... Sollte ich einnehmen und wie hoch sollt' ich dosieren?
00:41:14: Weil am Ende ist es ja auch wieder individuell, wie viel brauche ich davon.
00:41:18: Aber auch doch immer in Rücksprache oder?
00:41:20: Also man kann ja selber ins Labor gehen und dann irgendwas sich anlesen.
00:41:24: Im besten Fall siehst
00:41:25: du deinem Arzt und lässt das da eben prüfen.
00:41:27: also gerade mit einer Krankheitshistorie würde ich das natürlich eben mit dem Arzt besprechen oder wenn Du direkt ins Labor gehst, bespreche ich das mit Deiner Ernährungsberaterin!
00:41:37: Ich würde das jetzt nicht komplett als Ernährungsberater klar... Kennen die Regeln weiß und kann das machen.
00:41:45: Aber ich würde immer Rücksprache halten mit dem Arzt, und da wirklich mal gezielt nachfragen hey könnte vielleicht eine Mikronährstoffanalyse machen?
00:41:52: wollen wir hier bestimmt nicht bestimmte Nährstoffe prüfen?
00:41:56: gerade auch Knochen gelenkt beschwerden.
00:41:57: es sind ja auch wieder so klassiker dass man da vielleicht mal guckt okay was ist mit Magnesium?
00:42:02: Was ist irgendwie mit Calcium und auch mit Vitamin D?
00:42:05: Das hängt ja alles zusammen dass man dann wirklich zielgerichtet schaut und dann sie Gerichte supplementiert.
00:42:13: Ich glaube, es auch während der Therapie ganz wichtig ist dass man sich während der Terapie mit seinem Arzt oder Ärzten austauscht und nicht auf Eigen-Regi losrennt.
00:42:22: Wir werden das in anderen Folge besprechen mit dem Thema Nebenwirkungen weil ja oft auch Wechselwirkung sozusagen zustande kommen können.
00:42:30: was auch ganz wichtig ist, es auf sein Bauchgefühl zu hören.
00:42:34: Und das ist ja auch ein gutes Beispiel dafür, was auch Martina Wiesent sagt.
00:42:39: Es geht immer auch darum, aufs Bauch gefühlt zu hören und zu schauen, was man langfristig ändern kann.
00:42:45: Und hier kommen nochmal einige Tipps für die Ernährungsumstellung von ihr.
00:42:50: Also ich sehe immer, dass die meisten sagen, was soll ich genau tun?
00:42:54: Wie viel Gramm soll ich von Maß nehmen?
00:42:57: Und das, glaube ich, liegt so ein bisschen in uns Menschen.
00:42:59: Dass wir alles richtig machen wollen und in dem Sinn richtig machen ist immer auch ein bisschen auf sein Bauchgefühl zu hören aber gleichzeitig eine kleine Linie zu haben.
00:43:11: und bei vielen ist es so dass sie sagen Ich habe einfach angefangen ganz locker mit ein paar Gemüsen die ich mochte früher kein Brokoli Es gibt aber unendlich viele Arten den Brokuli zubereiten Da muss ich mich so ein bisschen durcharbeiten.
00:43:27: und bei vielen war es dann so, dass sie einfach gesagt haben oh mit der Zeit hat sich's einfach umgestellt.
00:43:34: Ich greife jetzt schon für eher zu Dingen die mir gut tun und ab und zu brauche ich aber dieses Stück Kuchen das ich halt einfach so liebe und das ist dann wieder verknüpft mit vielleicht Treffen mit Freundinnen oder irgendwas was ja auch wieder gut ist.
00:43:50: Das nähert dann die Seele.
00:43:51: Also von dem her ist der Kuchen dann nicht so schlecht.
00:43:54: Es ist eine Ausnahme, aber also ich und wir versuchen immer dass wir den Weg so sanft und ja unproblematisch wie möglich bereiten weil wir festgestellt haben das diese ganzen Dinge am Anfang wahnsinnig eingehalten werden.
00:44:11: da werden Tabellen gemacht und dann irgendwann fliegen die raus und dann bist du wieder gesund Und es war's dann.
00:44:17: Ja, und das wollen wir ja nicht.
00:44:19: Wir wollen so ein bisschen diese Lebensstiländerung, dass man alles Gefühl hat ich hab selber was in der Hand.
00:44:25: aber ich bin nicht schuld wenn ich jetzt mal über die strenge Schlage dann wird nicht groß was passieren.
00:44:31: also unser System ist Gott sei Dank so dass sich immer wieder auch reguliert und dass wir auch auf was zurückgreifen können.
00:44:38: und wenn ich normalerweise alles gesunde eher Ja, einfach für mich nehme und zu mir nehme.
00:44:47: Dann habe ich nicht so das Problem, wenn es mal nicht klappt oder wenn ein Abend erst mal wo stattfindet, wo ich vielleicht später ist oder Sachen, die ich jetzt nicht so gut vertrag.
00:44:57: Da mache ich am nächsten Tag einen Tag, wo ein bisschen entlastet.
00:45:01: Karo hat ganz viel genickt?
00:45:03: Ja!
00:45:04: Ich finde es so gut was sie ... Also kann er nur nicken weil sie das genau gut alles zusammengefasst hat.
00:45:11: Mir kam jetzt auch noch mal so in den Sinn, dass ich das Gefühl hatte.
00:45:15: Ich wurde danach so entglohnt.
00:45:17: Ich weiß nicht ob du davon irgendwie darüber was weißt oder ob sich das erklären lässt.
00:45:23: Viele Dinge die ich früher nicht gegessen habe haben mir plötzlich nach der Therapie wie zum Beispiel rote Beete oder so total geschmeckt.
00:45:30: also ich hab gar nicht bewusst umgestellt sondern mein Körper hat wirklich plötzlich nach Dingen verlangt.
00:45:38: Also, der fand ja unmöglich.
00:45:40: Gibt es da irgendwie einen Zusammenhang?
00:45:41: Das erst mal wird alles kaputt gemacht aber dann gibt's umso mehr eine Rundumerneuerung.
00:45:46: oder ist das jetzt auch wieder so ne komplett individuelle Erfahrung von mir?
00:45:50: Spannend
00:45:50: dass du das sagst weil ich hab danach auch auf einmal rote Bete für mich lieben gelernt.
00:45:54: Ich habe früher halt keine rote bete gegessen!
00:45:57: Ich beneide dich, hasse rote bete...
00:46:01: Vielleicht kommt es ja noch.
00:46:02: Ja, vielleicht ist aber auch ein anderes Bewusstsein oder vielleicht hat sich dein Geschmack geändert?
00:46:08: Also ich habe mir gedacht so vielleicht ist das andere Bewusstsein wie du Lebensmitteln jetzt begegnest dass du Rotbeete auf einmal magst.
00:46:16: Ich kann es nicht sagen, ich dachte das gibt da vielleicht einen
00:46:18: physiologischen
00:46:19: Zusammenhang.
00:46:19: Nein,
00:46:20: ich habe es mir so erklärt weil ich eben einfach mit einem anderen Blickwinkel darauf schaue und dass sich deswegen vielleicht andere Lebensmittel mag.
00:46:27: aber es ist genauso wie also zwischenzeitlich sehr auch so eine Sache.
00:46:30: kannst du bestimmt bestätigen dass man nach der Chemo oder vor der chemo nichts bestimmte Sachen essen sollte, die man gerne mag.
00:46:37: Weil man die danach erst mal nicht mehr essen kann?
00:46:39: Ja also ich kann.
00:46:41: zum Beispiel da habe ich wirklich ein ganz krasses Körpergedächtnis.
00:46:45: Hühnchen hab ich vorher geliebt bis es irgendwann so einen Moment gab dann musste ich diese Hühnsuppe ja wieder und Es ist ganz komisch manchmal schmeckt mir Hühnen und dann gibt's diese Momente wo ich plötzlich merke jetzt kommt mir alles hoch.
00:47:03: Da hat mein Körper offensichtlich noch eine krassere Erinnerung als ich selber, also auf der bewussten Ebene.
00:47:10: Aber deswegen sei Lieblingsessen nicht unbedingt vor der Chemo-Essen.
00:47:13: Das hab' ich mir auf jeden Fall gemerkt, weil das magst du danach nicht mehr, weil du das immer damit irgendwie verbinden lässt?
00:47:19: Was hältst Du von Fasten während der Chemotherapie?
00:47:23: Bin ich kein Fan davon!
00:47:25: Also gerade nicht während der Therapie.
00:47:27: Weil's ja darum geht... Ich möchte den Körper ... stärken und indem ich fast klar, also es gibt sogar auch am Studium Belege dazu das Fasten Vorteile haben kann.
00:47:39: Aber dafür musst du ganz viel richtig machen und ganz viel dazu wissen und du müsstest es auch wirklich eben wirklich ärztlich begleiten müssen und niemals auf die eigene Hand und selbst das machen.
00:47:53: Aber ich finde es viel, viel wichtiger den Fokus darauf zu legen wie ich mein Körper stärken kann.
00:47:58: Also wie ich ihn genau in der Situation die Lebensmittel geben kann, die ihm jetzt wieder Energie schenken um durch die Zeit gut durchzukommen weil der Körper während einer Chemotherapie der arbeitet wahnsinnig viel.
00:48:12: also er muss da sehr viel regulieren und wenn wir eben dann auch noch die Lebensmitte die Nahrung wegnehmen wird das echt schwer.
00:48:21: Karo, wann während deiner Erkrankung hast du gemerkt?
00:48:24: Okay.
00:48:24: Ich möchte beruflich nicht da weitermachen wo ich aufgehört habe.
00:48:28: Da haben jetzt sehr viele Termine bestimmt auf dich gewartet Sondern wo du gemerkt hast okay das Thema Ernährungen Das hat mir so viel beigebracht während meiner Erkankung dass möchte ich weiterführen und ich möchte anderen Menschen helfen.
00:48:40: Ich hab eben step by step für mich gemerkt was es mit meinem eigenen Körper gemacht hat diese Ernährung Und wie viel Macht und Kraft in unseren Lebensmitteln steckt, das... Für mich klar war nie, ich möchte da weiter in diese Materie rein und hab dann eben als ich mit der Therapie durch war wieder mehr Energie hatte habe ich gesagt okay ich fange jetzt die Ernährungsberaterausbildung an gar nicht um mit dem Fokus zu sagen ok ich mache mich damit jetzt selbstständig sondern erst mal nochmal mehr für mich um da mehr Expertise zu bekommen.
00:49:14: Hab dann aber relativ schneller als ich wieder meinem alten Job zurück war gemerkt wie sehr ich für dieses Thema Ernährung brenne Und wie sehr es eben wirklich an Aufklärung fehlt.
00:49:25: Weil gerade die Ärzte haben ja nicht Zeit, noch eine Ernährungsberatung zu geben.
00:49:29: Das ist auch nicht deren Expertise.
00:49:31: Die Expertise bei den Ärzten liegt ganz woanders und ich habe da gemerkt so nein also ich möchte da auch mehr Wissen weitergeben und grade in Bezug auf Ernährung bei Krebs fehlt das eben auch an Aufklärungen.
00:49:43: Da trauen sich auch ganz viele klassische Ernährer gar nicht ran.
00:49:47: Und deswegen dachte ich, wie clever ist es denn meine eigene Erfahrung als Krebspatientin mit dem Wissen als Ernährungsberaterin zu verbinden und habe dann diesen Entschluss gefasst.
00:49:58: Ja, okay.
00:49:58: Ich mach mich jetzt selbstständig und ich geb meinen alten Job auf und fang damit an.
00:50:04: War natürlich total mutig weil ich auch erst mal gar nicht wusste wo dieser ganze Weg hingeht.
00:50:08: Ich wusste aber nein also das ist eben ein Thema da wird Hilfe gebraucht und ich werde etwas verändern können.
00:50:15: Ich kann damit Menschen helfen!
00:50:17: Und mit dieser Motivation bin ich rausgegangen und mache das ja mittlerweile seit acht Jahren und es ist eben wirklich schön zu sehen, wie man den Menschen während der Therapie mit ganz einfachen Tipps helfen kann.
00:50:31: Dass die sich wieder besser fühlen!
00:50:33: Die mir dann danken dass sie eben durch kleine Impulse es geschafft haben wieder zurück in ihre Energie zu kommen ob nun während der therapy oder auch nach der Therapy.
00:50:44: Ich selbst sage ja auch also ich habe jetzt fast schon mehr energie als vor der Therapi weil ich mich ganz ganz anders und bewusst ernähre.
00:50:53: Ich glaube, es ist auch ganz wichtig die Menschen an die Hand zu nehmen.
00:50:56: Weil wie gesagt, die Ärzte ja kaum Zeit dafür haben und auch nicht die Expertise jetzt im Detail.
00:51:00: Und dass man das Gefühl hat, ja klar, man weiß Gemüse ist gesund.
00:51:03: aber ich glaube in dem Moment braucht man jemanden der so ein bisschen sagt hey bei mir war das so-und-so und probiert doch mal das, dass man so Impulse bekommt obwohl man hier eigentlich weiß was dem Körper gut tun wird.
00:51:12: Aber ich glaube am Ende braucht man glaub ich auch so eine Beratung oder jemand der für einen da ist, oder?
00:51:17: Ja, also deswegen nenne ich mich auch gerne immer noch ein bisschen Impulsgeberin.
00:51:21: Weil genau das ist es!
00:51:22: Wir wissen dass Gemüse gesund ist aber wir wissen nicht wie können wir's im Alltag mehr umsetzen und dann die individuelle Lösung zu finden und nicht so gucken okay die machen es so und so und ich muss jetzt das essen sondern wie man da wieder mehr Leichtigkeit rein bekommt und Freude.
00:51:36: Also ich finde es ist total wichtig Spaß am Essen zu haben und dass der Genussfaktor da ist, also dass das wirklich alles miteinander verbindet.
00:51:45: Spaß, Genuss, Leichtigkeit und Freude aber eben Energie und Gesundheit.
00:51:50: Also dass das alles miteinander verbunden wird und dass wir das ganze Thema Ernährung nicht mehr mit dieser Schwere verbinden sondern mit Freude verbinden.
00:52:00: Hast du vielleicht ein paar Tipps für Leute die viel unterwegs sind?
00:52:03: Ich frage für eine Freundin natürlich!
00:52:08: Auch da, also ich liebe natürlich auch Meal Prayer.
00:52:11: Ich bin ja jetzt selbst unterwegs gewesen und ich backe mir vorher immer gerne meinen Saatenbrot aber mittlerweile gibt es ja auch überall Saaten Brot was du so holen kannst und hab meinen Saattenbrot.
00:52:23: mache mir das mit Aufstrich fertig habe dann meine Gemüsebox dass sich immer Gemüsen dabei haben wie ich eingangs schon erzählt habe.
00:52:30: bei mir in der Handtasche ist wirklich immer so eine kleine Schatulle mit Nüssen drin.
00:52:36: Dass ich meine Nüsse unterwegs habe, damit ich da Energie habe oder eben auch mal einen guten Riegel also einen guten gesunden Nuss-Riegel wo wir uns irgendwie gut versorgen können.
00:52:46: das finde ich total wichtig.
00:52:48: Oder wenn ich morgens die Zeit habe dass sich mir für die Fahrt ein Shake mache Also einfach ob es ein Protein-Shake ist Ob es irgendwie einen Shake mit Obst und Gemüse ist Wo ich aber einfach gut mit Nährstoffen versorgt bin
00:53:00: Wie streng bist du denn mit deinen, sag ich mal Teilnehmern?
00:53:04: Also wenn die sagen hey, ich versteh das alles.
00:53:07: Ich mach das auch aber ich brauch einfach nachmittags immer ein Stück Käsekuchen und ich glaube wenn man die Navi sind hat auch von diesem Kuchen gesprochen, wenn man sich mit Freunden trifft oder für jeden ist es ja was anderes.
00:53:17: Sagst du dann okay, weil der Seele gut tut oder sagst du vielleicht doch lieber keine Ahnung Nüsse
00:53:25: Nee, also dann sind wir wieder beim Nusskuchen.
00:53:30: Ich bin auch
00:53:30: immer noch dabei... Man kann natürlich den Käsekuchen auch gesünder gestalten.
00:53:35: Man kann auch einen gesunden Käsekuchem machen.
00:53:37: aber klar ist es geht ja jetzt nicht darum wenn ich wirklich diesen Kaffee sitze und sage oh nee ich möchte diesen Käse kuchen ich möchte das nicht erst nach Hause einen eigenen gesunden käsekuchen machen Dann nimm diesen Käsekohn weil es tut dir gut Also es tut einfach auch dir mental gut denn macht das.
00:53:54: Das ist ja nicht schlimm und wir dürfen auch mal wirklich Gelüste haben, uns Dinge erlauben.
00:54:01: aber dann geht es eben wieder um die Balance.
00:54:02: also wenn du sagst okay jetzt habe ich immer ein schlechtes Gewissen weil ich diesen Käsekuchen gegessen habe Ja, dann schau doch was du dann am Rest des Tages ist.
00:54:10: Dass du da vielleicht wieder eine große Portion Nüsse zu dir nimmst oder dass du eben mehr Gemüses zu dir nehmst.
00:54:15: Das hat sie ja auch so schön gesagt dieses Achtzigzwanzig.
00:54:18: also wenn ich eben weiß okay oh vielleicht habe ich es da ernährungsmäßig ein bisschen schleifen lassen.
00:54:23: Dann hab' ich dieses Bewusstsein das sich eben am Ende des Tages sage ok jetzt gibt's heute aber zum Abendbrot bewusst den gedämpften Brokkoli mit vielleicht ein bisschen Süßkartoffeln und einen guten Lachs
00:54:34: Ja, und wie ist es dann mit dem Glas Wein dazu?
00:54:38: Also ich kenne viele Frauen die nach der Krebstherapie sich Alkohol regelrecht verbieten.
00:54:45: Ich meine wir wissen mittlerweile auch welchen Einfluss Alkohl auf die Entstehung von Krebs haben kann.
00:54:50: Und andere die sagen nie also jetzt erst recht aufs Leben ja!
00:54:54: Also ich verwehre mir doch nichts... Wie stehst du zum Thema Alkuhol?
00:54:59: ob nun in gar nicht größeren Mengen sondern das Glas Wein Zum Lachs zum Beispiel.
00:55:11: Das ist schwierig, weil ich bin kein Fan vom Verbieten.
00:55:13: Ich selbst trink aber keinen Alkohol mit einfach diesem Bewusstsein – ich weiß was Alkohl mit uns macht und wir wissen auch in die Studienlage zeigt ganz klar dass kein Glas Alkuhl gesund ist und das ist unseren Körper ein Stück weit schwächt!
00:55:29: Und auch da natürlich ist es wieder dieses, also das war auch was Geselliges und sich da wieder etwas zu verbieten.
00:55:35: Also da auch die richtige Balance zu finden.
00:55:38: Ich selbst habe für mich entschieden ich trink kein Alkohol mehr weil ich einfach zu sehr weiß was Alkohl mit unserem Körper, mit unseren Zellen macht.
00:55:47: Und ich kann es deswegen nicht mehr genießen!
00:55:49: Wenn ich's nicht mehr Genießen kann dann möchte ichs auch nicht mehr machen.
00:55:52: Ich finde aber auch verkehrt es komplett zu verbieten Und auch da muss man eben für sich die eigene richtige Balance finden.
00:56:02: Kannst du noch mal sagen und die, die es nicht hören wollen können sicher die Ohren zuhalten?
00:56:05: Ja also was macht denn der Alkohol mit dem Körper?
00:56:10: Der vernichtet ja eher als dass er uns irgendwie Energie schenkt.
00:56:14: Also der macht ja mehr kaputt.
00:56:16: Er ist eben für unsere Zellen einfach Gift!
00:56:22: Also deswegen allein mit diesem Bewusstsein, dass es Gift für unsere Zellen ist.
00:56:25: Das ist unsere Zellenschwächte.
00:56:28: Wir wissen ja genau wie wir uns den Tag danach fühlen?
00:56:31: Warum fühlen wir uns so und warum hat der Körper auch das Gefühl wenn wir zu viel trinken?
00:56:37: also warum dann schnell dieses Gefühl, ich möchte mich entleeren.
00:56:40: Weil er eben merkt das ist Gift und das muss raus aus dem Körper weil der Körper das nicht kompensieren kann... Also der
00:56:46: Kater ist nicht einfach nur eine unangenehme Begleiterscheinung sondern er ist Ausdruck davon...
00:56:51: Der Körper spricht mit uns!
00:56:52: Und der Körper sagt ganz klar hey das war jetzt grad nicht lustig, dass war nicht cool.
00:56:56: Ich weiß gerade nicht was ich damit anfangen soll.
00:56:58: Ich will dieses Zeug aus meinem Körper heraus haben.
00:57:01: Wahnsinnig spannend.
00:57:02: Was würdest du denn deinem damaligen Ich am Ess-Tisch sagen?
00:57:06: Das würde mich mal interessieren.
00:57:07: Caro von früher und Caro von heute.
00:57:11: Jetzt wird's ganz schwer, Mende.
00:57:13: Wir machen
00:57:13: es dir heute nicht leicht, Caro!
00:57:15: Jetzt kommen
00:57:16: langsam die schweren Themen.
00:57:18: Nein also auch da wieder mehr Leichtigkeit zu finden.
00:57:21: und ich würde meinem Früherin ich gerne sagen höre bewusst auf deinem Körper Und tu was dir gut tut und nähe deinen Körper auch so, dass es dir guttut.
00:57:33: Und überleg, was dir das gerade gibt und was es dir vielleicht gerade raubt.
00:57:41: Und hab mehr Bewusstsein!
00:57:44: Und esse mehr Farben!
00:57:47: Vielleicht da anzufangen.
00:57:49: Esse mehr Farbe, das wäre schon mal schön.
00:57:53: Ja vielen Dank.
00:57:55: Das war ein wahnsinnig tolles Gespräch.
00:57:57: Ich finde es wahnsinnigt wichtig, dass du auch sagst man soll auf seinen Körper hören und auf sein Bauchgefühl und nicht alles verbieten oder so richtig dogmatisch daran gehen weil ich glaube es gibt auch viele Leute die am Anfang mega zielstrebig sind und dann wenn das dogmatische wird irgendwann aufhören und sagen ich geh total auf und so alles hinschmeißen hast bestimmt auch schon erlebt oder?
00:58:17: Ja ja also das ist mir alles zu kompliziert.
00:58:19: und wenn man bei Instagram zum Beispiel bei Social Media reinguckt wie oft kommen die Leute zu mir und sagen Ich esse jetzt wie immer, weil das auf Social Media ist mir alles so anstrengend.
00:58:29: Also was da alles für Regeln gelten ... Das möchte ich nicht, das kann ich nicht mehr.
00:58:35: Dafür hab' ich keine
00:58:35: Zeit.".
00:58:36: Wer dabei
00:58:36: verpasst mal noch ein bisschen Leben?
00:58:38: Ja!
00:58:39: Und heute so morgen so.
00:58:41: Also jede Woche gefühlt wechseln ja auch die Trends, wie wir uns zu ernähren haben.
00:58:47: Aber das Leben soll sich immer nach Leben anfühlen und Stress ist genauso ungesund.
00:58:54: Es ist die richtige Balance, die wir eben finden müssen und das richtige Bewusstsein.
00:58:59: Wo können wir ansetzen, unserem Körper eben die richtigen Dinge zu geben und zuzuführen?
00:59:06: Ein wunderschöner Schlusspunkt.
00:59:08: Danke, Caro!
00:59:09: Es hat auch Spaß gemacht.
00:59:10: Danke
00:59:11: euch für den Austausch
00:59:13: und ich
00:59:14: hoffe dass hier viele Tipps raus mitgenommen werden konnten und jetzt gleich erstmal heute noch mal eine ordentliche Portion Gemüse oder vielleicht der Brokoli gegessen wird nach diesem Podcast.
00:59:25: Vielen Dank liebe Caro, dass du den weiten Weg auf dich genommen hast und an die gute Rückreise.
00:59:30: Danke dir sehr gerne.
00:59:32: schön war es mit euch
00:59:34: So, und bevor wir diese Akte für heute schließen fehlt noch eine ganz wichtige Stimme.
00:59:39: Franka Theruti kennen viele von euch wahrscheinlich durch ihren Podcast Psychologie to Go.
00:59:44: Frankar ist Psychotherapeuten – genau wie wir Botschafterin für Pink Ribbon!
00:59:49: Wir haben Franka nach unserem Gespräch ein paar Fragen und Gedanken aus dieser Folge mitgegeben und sie gebeten uns einfach mal zu erzählen was ihr dazu durch den Kopf geht.
01:00:00: Ich hab meine Mama an diese schlimme Krankheit verloren und freue mich sehr, dass ich Botschafterin für Pink Ribbon sein darf.
01:00:07: Und auch in diesem Podcast zu Wort kommen darf!
01:00:10: Das ist so das fast jede Frau die eine Brustkrebsdiagnose oder überhaupt eine Krebsdiagnose bekommt sich irgendwann auch die Frage stellt, habe ich vielleicht was falsch gemacht?
01:00:23: Und das kann sich darauf beziehen, dass sie vielleicht glaubt, Das ist echt ein zweischneidiges Schwert.
01:00:32: Also dieser Reflex zu denken, vielleicht habe ich ja was getan?
01:00:38: Der ist sehr menschlich.
01:00:40: und das hat auch einen Grund weil ganz vielen Menschen das immer noch erträglich erscheint obwohl das was Schlimmes ist Schuld zu haben aber immer noch erträglicher als zu denken dass es Zufall gewesen und Ich bin ein willkürliches Opfer von Ja, Schicksal.
01:01:00: Und das kann sein, dass deshalb etwas in uns lieber nach so was wie einer eigenen Verantwortung sucht anstatt zu akzeptieren bei diesem großen bösen Lotteriespiel.
01:01:13: und dann stellt man sich die Frage warum ich?
01:01:16: Dass es einen einfach aus Pech treffen kann!
01:01:20: Ich würde der Frage nach der Schuld überhaupt nicht zu weit folgen weil sie insbesondere im Hinblick auf Brustkrebs total ins Leere führt.
01:01:30: Also wir wissen aus der Forschung, dass es viele Faktoren gibt die zusammenspielen die Gene, die Hormone das Alter aber auch der Zufall natürlich und kein Mensch kann sagen was im Einzelnen bei einer Frau jetzt wirklich den Krebs ausgelöst haben könnte.
01:01:49: also ja es gibt große Untersuchungen die zeigen schon Zusammenhänge zwischen den Ernährungsgewohnheiten einer Bevölkerung zum Beispiel, aber das heißt nicht dass die einzelne Frau jetzt was falsch gemacht hat.
01:02:03: Wenn man sich mit solchen Gedanken quält es würde ich immer ansprechen zb wenn man vielleicht psychionkologische Betreuung hat Vielleicht kann man das mit einer Freundin oder einem Partner besprechen, weil in der Regel Schuld und Schamgefühle immer größer sind.
01:02:17: Wenn man sie im Dunkeln lässt und nicht ausspricht manchmal wenn man Licht und Luft dranlässt wird es immer schon direkt ein bisschen besser.
01:02:24: Und außerdem kann man sich auch mal fragen würde man den Spieß umdrehen und zum Beispiel auch eine Freundin sagen du hast selbst Schuld und wenn man das nicht machen würde dann braucht man sich dass selber wahrscheinlich auch nichts sagen.
01:02:38: Gerade rund ums Thema Ernährung und Krebs gibt es natürlich noch viel mehr Wissen, Erfahrungen und Perspektiven als wir in einer Folge unterbringen können.
01:02:47: Und das muss ja auch nicht jede Frau gleich Ernährungsberaterin werden!
01:02:51: Dafür gibt es viele Fachleute, die euch Tipps geben können.
01:02:54: Der Deutsche Krebsinformationsdienst zum Beispiel betreibt die Plattform Was Essen bei Krebs wo ihr euch auch ein Workbook herunterladen könnt.
01:03:03: Ganz viele Rezepte und Kochvideos mit der Spitzenkirchen Cornelia Poletto findet ihr beim Genuss-Kompass von AstraZeneca der von Fachleuten speziell für Brustkrebs Betroffene entwickelt wurde Und auch ... bei uns In der Pink Ribbon Kitchen findet ihr ein paar unkomplizierte Rezepten.
01:03:20: Dazu haben wir alle Links in den Show-Notes für euch hinterlegt.
01:03:24: Und vielen Dank an alle, die diese Folge mit auf die Beine gestellt haben und natürlich besonders an Medizinschonalistin Nicole Lücke, der uns beide sehr redaktionell unterstützt hat!
01:03:36: Wir danken auch AstraZeneca, die die Produktion dieser Folge ermöglicht haben.
01:03:41: Inhaltlich arbeiten wir redaktional unabhängig.
01:03:46: Jetzt seid ihr dran, wenn euch Etwas aus dieser Folge beschäftigt, wenn ihr eigene Erfahrungen habt oder Fragen an uns.
01:03:53: Schreibt uns gerne!
01:03:54: Unsere Accounts sind in den Schnellnoten verlinkt
01:03:57: Und am kommenden Samstag öffnen wir die nächste Akte.
01:04:01: Da geht's um innovative Therapien überall da wo es Podcast
01:04:04: gibt.
01:04:05: Bis dahin.
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