Ermittlungsergebnisse der Wissenschaft
Shownotes
In dieser Folge wird es medizinisch. Wir haben nicht nur mit Olivia Schmidt gesprochen, die als Biochemikerin auf ihren Brustkrebs schaut, sondern auch mit:
Prof. Dr. med. Laura Michel vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg
Begriffe aus der Sendung:
Zielgerichtete Therapien: Medikamente greifen gezielt an bestimmten Merkmalen der Krebszellen an und bremsen so deren Wachstum. Bei Brustkrebs können sie beispielsweise Wachstumssignale blockieren. Die Behandlung muss zu den Eigenschaften des Tumors passen.
Immuntherapie: Medikamente helfen der Immunabwehr, Krebszellen zu bekämpfen. Die bei Brustkrebs eingesetzten Checkpoint-Hemmer lösen gewissermaßen „Bremsen“, die die Abwehr daran hindern, den Tumor anzugreifen. Bei Brustkrebs kommt diese Behandlung nur in bestimmten Fällen infrage.
Antikörper: Dabei handelt es sich um Eiweiße, die natürlicherweise zur körpereigenen Immunabwehr gehören. Sie erkennen bestimmte Strukturen und binden passgenau daran – nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Für die Krebsbehandlung werden Antikörper im Labor hergestellt.
HER2-positiv: Bei dieser Form von Brustkrebs tragen die Krebszellen besonders viele HER2-Eiweiße auf ihrer Oberfläche. Diese wirken wie „Antennen“ für Wachstumssignale und können die Krebszellen dazu bringen, sich schneller zu vermehren. Der Antikörper Trastuzumab war ein entscheidender Durchbruch in der Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs. Er bindet an HER2 und hemmt dadurch die Weiterleitung von Wachstumssignalen. Häufig wird er mit einer Chemotherapie kombiniert.
Das Team hinter Akte Leben
Moderation:
Vanessa Eichholz https://vanessaeichholz.com/
Alexandra Kröber https://mitsicherheit.me/
Redaktionelle Unterstützung (V. i. S. d. P.): Nicole Lücke
Projektmanagement und Social Media: Anna Sperzel
Grafik: Barbara Hüskes
Produktion: We are Producers https://weareproducers.de/
Wir danken AstraZeneca – ohne die Unterstützung unserer Sponsoren wäre die Produktion dieses Podcasts nicht möglich gewesen.
Akte Leben ist ein Podcast von Pink Ribbon Deutschland. https://www.pinkribbon-deutschland.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Auch nach meiner Diagnose, nach meiner Therapie und OP und so.
00:00:04: Nachdem diese ganze Spuk zu Ende ist ... Ich werde immer noch damit leben müssen, dass mal Teil meines Lebens
00:00:10: ist.".
00:00:12: In dieser Folge geht es um Olivia.
00:00:14: Und eigentlich müsste Olivia die perfekte Patientin sein.
00:00:18: Denn sie is promovierte Biochemikerin.
00:00:20: aber als sie mit Anfang dreißig selbst Brustkrebs bekommt entscheidet sie sich nicht zur Wissenschaftlerin ihre eigenen Krankheit zu werden.
00:00:29: Gleichzeitig erhält sie aber eine Therapie, die ohne jahrzehntelange Forschung überhaupt nicht möglich gewesen wäre.
00:00:38: Ich bin Vanessa und ich habe meine Mutter an Brustkrebs verloren.
00:00:42: Seit diesem Verlust setze ich mich neben meinem Beruf als Schauspielerin für die Aufklärung zum Thema Brustkriegsvorsorge
00:00:50: ein.
00:00:51: Und ich bin Alexandra, Moderatorin und Coach.
00:00:55: Zwei Jahre lang hab ich geglaubt in meiner Brust seinen harmlose Züsten- und Fibroadenome Bis sich gezeigt hat, es waren alles Krebsherde.
00:01:04: Heute bin ich im vierten Jahr meiner Remission.
00:01:08: Wir beide sind Botschafterinnen für Pink Ribbon Deutschland.
00:01:12: Wir begegnen in Pinktober fünf Frauen und tauchen tief in ihre Geschichten
00:01:16: ein.
00:01:17: Es geht um Wahrheiten, die erst spät ans Licht kommen, Momente, in denen alles kippt ... Und Wendepunkte an denen sich alles entscheidet.
00:01:33: Olivia ist uns heute zugeschaltet und das Timing könnte kaum besonderer sein, denn der letzte Therapiezyklus ist gerade geschafft.
00:01:40: Und in zwei Tagen wird geheiratet!
00:01:43: Olivia wie geht es dir gerade mit diesem doch ziemlich wilden Nebeneinander aus Therapieende- und Hochzeit?
00:01:50: Ja also ich würde sagen der Kopf ist noch sehr voll mit verschiedenen Sachen.
00:01:56: natürlich auch man hat ja durch die Chemo immer Brain Fog der ist noch da definitiv.
00:02:02: Aber ich bin guter Dinge und ich bin stolz auf mich, dass ich die Chemo hinter mir hab.
00:02:08: Und das auch noch rechtzeitig vor der Hochzeit, dass es mir langsam wieder gut geht und ich den Tag dann am Samstag schön erleben
00:02:14: kann.".
00:02:15: Okay,
00:02:15: d.h.,
00:02:16: der Brainfog führt nicht dazu, dass du nicht mehr weißt wen du heirastest wie der Mann heißt wenn du selber
00:02:21: bist?
00:02:22: Nee, nee Gott sei Dank nicht!
00:02:25: Ja bevor wir darüber sprechen, wie Du als Wissenschaftlerin mit Deiner eigenen Erkrankung umgegangen bist... Gehen wir mal zurück zu dem Moment, an dem du noch gar keine Patientin warst.
00:02:35: Nämlich ... Zurück zur Heiligabend!
00:02:38: Wir waren bei meinen Eltern hier.
00:02:40: Also ich bin halb Ehren und die Ängländer feiern immer Weihnachten am twenty-fünftigsten.
00:02:49: Und das hat sich jetzt mit meinem Verlobten dann auch immer so eingependelt, dass wir am vierentzwanzigsten runter zu meinen Eltern fahren.
00:02:55: Wir haben noch ein bisschen Heiligabend feiern und am nächsten Morgen direkt die Bescherung machen.
00:03:01: Und es war alles normal, wie immer gut.
00:03:05: Ich glaube ich hatte auch ein schweres Jahr hinter mir.
00:03:07: Hatte auch endlich mal eine Stelle bekommen in der ich mich wohl gefühlt hatte.
00:03:14: Ja, an den Heiligen Abend war ich ein bisschen emotional.
00:03:17: Aber der Moment an dem Heiligen Abend als die linke Brust sehr erwarmt war also der Rest des Körpers war Normaltemperatur Aber ich hatte eine linke warme Brust.
00:03:27: Und da habe ich mir dann schon gedacht, was kann das denn sein?
00:03:34: Ich hab dann auch das mit meinem Verlobten kommuniziert und er meinte dann auch ja vielleicht mal zum Frauenarzt gehen aber ich habe es mir dann schön geredet.
00:03:42: am nächsten Tag war alles wieder wie normal.
00:03:44: Da hab ich dann gesagt ne passt schon Mach einfach einen Termin aus für ein normaler Turnus.
00:03:51: Ich bin davor eigentlich immer mehr April zum Frauenarzt gegangen und dann hab ich gesagt, ja passt, mach hier einfach in zwei Monaten drei Monate einen Terminaus ist nichts.
00:04:03: Mir geht's gut!
00:04:04: Ich habe keine weiteren anderen Schmerzen.
00:04:05: Passt!
00:04:07: Little did I know
00:04:09: Das heißt auch in deiner Funktion als Wissenschaftlerin, da hat nicht irgendwas in dir irgendwie aufgeschrillt und hat gesagt, irgendwie habe ich doch damals was gelesen oder so gar nicht.
00:04:20: Nein?
00:04:20: Nee also... Ich hab das auch nicht viel reingelesen.
00:04:25: Hab da gesagt ja vielleicht kommt er jetzt irgendwie nach Kältung oder so oder...?
00:04:29: Und dann bist du zur Vorsorge gegangen!
00:04:31: Dann hatte ich im März den Vorsorgetermin und hab dann auch in Monaten bis zur Vorsorge so ein bisschen Revue passiert, was im Dezember alles passiert ist.
00:04:45: Und dann habe ich gemerkt, ach ja, ich hätte einen verkürzten Zyklus für mich als ... weil ich bin auch Hashimoto-Patientin also Schilddrüsen unter Funktionen.
00:04:54: auch relativ komisch.
00:04:57: unauffällig war, dass ich halt diesen verkürzten Zyklus hab.
00:05:00: Weil ich normalerweise ein Zyklus von fünfunddreißig bis achtund dreißig Tage hatte und dieser Zykluß war einundzwanzig Tage lang.
00:05:08: Und das war auch nicht normal die ganze Woche lang geblutet.
00:05:14: Das habe ich dann der Frauenärztin gesagt und er hat gesagt, ja, und dann habe ich halt gesagt eine Ernährungsumstellung, da habe ich durchgeführt, habe ne neue Stelle angefangen vielleicht ein bisschen mehr Stress einfach in den neuen Tag einarbeiten, mit der neuen Stelle im Homeoffice sitzen.
00:05:30: Nicht die Kollegen um sich umhaben und so ... Und dann kam ich halt dazu, dass ich einen Knobel in einer Brust gefunden hab, weil er halt so blöd gelegen hat.
00:05:41: Dann halt auch geschuppert hat, ne?
00:05:43: Mit dem BH und so.
00:05:45: Und ja, ab und an halt so schmerzend.
00:05:48: Die halt die Schulter hoch gingen bis hin in den Arm runter.
00:05:52: Da hat bei der Frauenärztin schon die Alarmglocken geläutet.
00:05:57: Die hat dann auch gesagt, okay das schauen wir uns jetzt erstes mal an.
00:06:00: Hat sie danach gemacht und ich werde diesen Ausdruck nie vergessen in ihrem Gesicht als sie dann gesagt hat, nee Frau Schmidt, ich bleib mit dem Ultraschall an diesem Knobel hängen.
00:06:13: Lasst es erstmal mal sacken vor allem gerade dreißig geworden, gerade neue Stelle angefangen frisch verlobt Da war dann auch das Forscher hier direkt an.
00:06:27: Es hat vielleicht ein bisschen gedauert bis ich geschalten habe, aber dass ich so schnell reagiert hab, da hab' ich mir dann gedacht Das kann jetzt... Ein richtiges Schicksal werden, woran man nicht mitgerechnet hat.
00:06:40: Und sie hat mir die Kontaktdetails fürs Brustzentrum in Vöd gegeben und auch in Erlangen zum Uniklinikum hin und sie hat gesagt Bitte!
00:06:50: so schnell es geht, einen Termin ausmachen.
00:06:52: Sie sind Anfang dreißig.
00:06:54: Das schaut nicht gut
00:06:55: aus.".
00:06:57: Ja ich krieg jetzt noch Gänsehaut!
00:07:01: Das lief dann auch relativ schnell dass sich dann ein Termin bekommen habe im Viertel, im Brustzentrum am gleichen Tag sogar noch und dann direkt biopsy machen lassen.
00:07:13: natürlich als ich dann bei der Frau Netzen raus bin hab sofort meine Mama angerufen.
00:07:19: Der hat dann gesagt, okay wir schaffen das alles.
00:07:22: Muss man jetzt erst mal die Termine abklappern.
00:07:24: Kam dann auch nach Hause zu meinem Verlobten und der hat auch gesagt ... Wir schauen einfach was es ist?
00:07:29: Ja klar du hast Angst!
00:07:31: Es ist völlig berechtigt aber wir haben noch keine Gewissheit.
00:07:36: Du hast noch keine gewissheit aber du hast halt diese großen Termine und das ist schon ernst.
00:07:42: Und für jemanden der noch nie ernsthaft krank war so etwas zu bekommen meine Auf einmal Das war dann schon richtig ein Schlag ins Gesicht.
00:07:52: Da kann ich mich auch erinnern, also bei mir war es direkt vom Wochenende die Ärztin war nicht sehr optimistisch gestimmt und ich musste also übers Wochenende... Ich habe mir das auch schön geredet!
00:08:03: Ich hab mir ein Stück Kuchen genommen weil sie meinte so zu einem Drittel gibt es die Möglichkeit dass vielleicht kein Krebs ist.
00:08:11: Und dann habe ich mit einer Freundin mir so ein Kuchen ausgemalt und hab da wie so Tortenstücke draus gemacht, und hab auf dieses Drittel ab, das mit Glitzer und wie auch immer und hab gesagt, das ist noch ein total großes Stück Kuchen!
00:08:23: Ich wusste in dem Moment schon... ähä?
00:08:27: Ich habs gespürt dass jetzt was eine andere Zeit auf mich zukommt aber dieser Moment mich an diesem kleinen Stück Kuchenfest zu halten den werde ich auch nie vergessen der war wunderschön.
00:08:39: Ja, wir hatten in der Woche auch die Lokalwahlen hier in Bayern.
00:08:43: Und sowohl mein Verlobter als auch ich waren auf der Liste für den Stadtrat und das hat mich dann so ein bisschen abgelenkt.
00:08:50: Der Wahlabend war an dem Sonntag dann und ... So kleine Sachen haben mich abgelenket aber... Ich hab dann immer wahrscheinlich auch wie du halt dieses einen Drittel denken.
00:09:03: Mein Bruder hatte ja auch mal Züsten in der Brust auf beiden Seiten, die er sich auch raus operieren lassen hat.
00:09:09: Und ich habe dann immer gedacht das ist eine Ziste und es wird nicht sein.
00:09:13: Im Gegenzug dachte ich mir vielleicht, dass es doch etwas anderes ist oder das große K. Ich glaube man ist da einfach in diesem Coping-Mechanismus.
00:09:25: Man will einfach das gerade nicht wahrhaben.
00:09:29: So war das bei mir und ich bin nah am Wasser gebaut Auch mit der Diagnose und auf davor einfach dieses Druck wirklich sofort heulen.
00:09:42: Das kannte ich noch nicht.
00:09:45: Klar, wenn mir jemand etwas Trauriges erzählt dann die Treinen kommen halt aber es dauert ein bisschen.
00:09:51: Aber jetzt in den letzten sechs acht Monaten dass er wirklich viel auf Knopfdruck ist kann alles mich triggern Und ich fange sofort an auch banale Sachen wie jetzt.
00:10:02: das war lustig.
00:10:02: letzte Woche habe ich das Messer fallen lassen bei uns auf dem Teppich und ich fange einfach von anzweiden.
00:10:09: Und der Andi so, äh ... Darüber müssen wir jetzt nicht heulen?
00:10:12: Und ich so doch!
00:10:14: Müssen wir ja.
00:10:16: Vielleicht auch eine große Erleichterung.
00:10:18: Einfach mal was abzuheulen.
00:10:20: Egal ob es um das Messer geht oder nicht da will vielleicht einfach ganz viel raus
00:10:24: Auf jeden Fall.
00:10:25: Man denkt ja auch nicht daran, dass so eine Diagnose kommt wenn man zu jung ist.
00:10:28: ich glaube es ist immer dieses Missverständnis Dass so erste Anzeichen da sind isst dann Knötchen ist die Brust heiß aber wenn du neunundzwanzig dreißig bist dann denkst ihr naja das ist ja nix So.
00:10:39: Ich glaube Es ist auch so was viele Leute Nichts um Hinterkopf haben dass es sehr wohl sein kann dass man in dem Alter Die Diagnosis bekommen.
00:10:47: wie Bist Du denn damit umgegangen dass Andere im alter gerade Also wieder auch gesagt, dass Verlob verheiratet Kinder bekommen und du bist jetzt so total kurz mal irgendwie gestoppt worden.
00:10:58: Richtig von einem Leben oder?
00:10:59: Also gestopped wurden werde ich nicht sagen weil ich von Anfang an klar kommuniziert hatte.
00:11:05: zum Andi Ich möchte am neunzehn-neunten dieses Jahr heiraten.
00:11:10: Ich habe eben von Anfang auf gesagt Alltag bleibt so wie er ist.
00:11:14: Chemo ist nur Teil davon.
00:11:16: Ich möchte nichts auf Eis legen.
00:11:18: Gut, das Einzige war die Flitterwochen, aber das holen wir nach.
00:11:23: Das ist kein Problem!
00:11:24: Man hat natürlich dann immer den Gedanken ja jetzt ist es auf Pause.
00:11:29: vor allem hier in Franken haben wir auch diese Tradition von der Kirchweih bzw.
00:11:35: Volksfest und wir sind auch im Kirchweiheverein und wir machen auch unsere eigene Kirch.
00:11:40: weih, wir stemmen sie als Verein dass ich da mal Pause machen musste oder bei der Wasserwacht.
00:11:47: Das hat dann schon genervt, weil man natürlich seine Freunde sieht wie die im Verein bei diesem Kerverzug dabei sind oder auch beim Schwimmen.
00:12:00: Ich hatte dieses Jahr den Rattungsschwimmer machen können.
00:12:02: das musste alles auf Eis gelegt werden.
00:12:05: aber so der Alltag war halt wichtig für mich und für den Andi.
00:12:12: Das nicht Alltag ist Krebs.
00:12:15: Alltag stinkt normaler Alltag, ich bin am Arbeiten, wir sind da im Arbeiten und treffen unsere Freunde.
00:12:22: So gut es geht, klar!
00:12:23: Im Rahmen, ne?
00:12:24: Es waren auch Tage wo's mir nicht gut geht, wo wir nichts planen konnten.
00:12:28: In meinen Ohren schwingt da auch so eine Portion ... Ich würd mal sagen Pragmatismus mit.
00:12:35: Hilft ihr da sozusagen deinen Forscherblick die Historie Beziehungsweise überhaupt.
00:12:42: Inwiefern konntest du in dem Zeitraum nur Patientin sein?
00:12:47: Oder hat dir das sogar geholfen oder was hinderlich, dass du so nah eigentlich am Krebs schon mal dran warst, nicht als Patientin sondern mit diesem klinischen Blick?
00:13:00: Ich glaube ich bin mit den ganzen Nebenwirkungen halt anders umgegangen.
00:13:05: Also, ich habe ein Master in Onkologie gemacht und das war dann auch so einen Schwung von sowohl die wissenschaftliche Seite als auch die medizinische Entwicklung der Therapien.
00:13:17: Und dann halt auch so Lifestyle-Sachen.
00:13:19: Das waren auch so paar Kurse.
00:13:21: Man hört halt ja, Parklitaxel macht diese und diese Nebenwirkungen, Karbo Platin macht diese.
00:13:28: Ich weiß natürlich, welche Nebenwirkungen von was kommen.
00:13:31: Bei manchen weiß ich es halt nicht aber mit jeder neuen Nebenwirkung die ich hatte war das einfach irgendwie so eine Überraschung dass es jetzt auf einmal kommt.
00:13:38: warum jetzt?
00:13:39: Warum nicht von Anfang an Geschmackslosigkeit haben?
00:13:42: oder warum habe ich jetzt direkt am Anfang Hautprobleme bekommen?
00:13:48: Warum dauert das nicht ein bisschen länger?
00:13:50: Ich hab mein Forscher Gehirn eigentlich so ein bisschen ausgeschalten weil Ich wollte mich nicht mehr in die Literatur stürzen, weil ich bin jemand der denkt viel nach.
00:14:04: Overthinker definitiv und ich lese dann auch immer zwischen den Zeilen und ich steiger mich dann rein.
00:14:10: Und ich glaube das war einfach so ein Mechanismus von mir selbst wo ich gesagt habe ne halt stopp!
00:14:17: Ich lasse jetzt alles was Forschung Und was meine Masterarbeit und Doktorarbeit ist, lasse ich jetzt vorne weg.
00:14:27: Ich fokussiere mir nur auf mich, dass man vielleicht mal irgendwas liest, wo man sagt, okay, jetzt rössere ich ein bisschen ... Aber ich hab einfach gesagt, ich überlasse es den Ärzten, die wissen genau, was Sache ist, und ich muss mich da nicht weiter reinlesen.
00:14:42: Ich find das so interessant!
00:14:44: Ich würde fast sagen, das ist eine Form von Bewältigungsstrategie?
00:14:48: Ich habe da sozusagen ohne es bewusst zu machen eine andere Strategie gewählt.
00:14:51: Das komplette Gegenteil von dir, ich hab mich wie eine Besessener eingelesen.
00:14:56: Ich glaube die Ärztinnen sind nicht so gerne auf mich getroffen weil das macht ja auch keinen Spaß dass du so ein Tourist als würdest du den ihren Job erklären?
00:15:06: Ich habe jeden Fachbegriff also ich habe damit Fachbegriffe um mich geschmissen.
00:15:12: gewonnen habe und dass ich so das Gefühl hatte, ich kann es mitkontrollieren.
00:15:18: Ich bin eine mündige Patientin ja, ich stehe hier dafür ein.
00:15:21: also manchmal war es ein bisschen zu viel des Guten.
00:15:24: da bin ich mir auch selber tierisch auf die Nerven gegangen.
00:15:27: aber mir hat's wahnsinnig geholfen so durch die Zeit zu kommen.
00:15:30: wie war das bei dir Vanessa?
00:15:32: Tatsächlich sehr ähnlich wie bei Alexandra als ich war auch wie ne Besessene hab alle Arztbriefe mir angeschaut hab jedenfach Begriff gegogelt oder nachgefragt auch bei anderen Ärzten die ich kannte.
00:15:42: Ich habe wirklich zur Art halbst studierte Ärztin gewesen zu der Zeit.
00:15:46: Und ich glaube, ich ging auch den Ärzten wahnsinnig auf die Nerven, weil immer wenn dem auf mich getroffen sind und nicht über meine Mutter reden wollte mit ihnen... Also die haben schon im Gang ganz weit Abstand immer von mir gehalten und haben gedacht, oh Gott!
00:15:57: Die Wahnsinnige Angehörge schon wieder, die damit mit mir reden möchte.
00:16:00: Aber wie Alexander richtig gesagt hat, für mich war es wichtig, ich möchte wissen, wie das funktioniert?
00:16:06: Was ist für Lösungen?
00:16:07: gibt er mit?
00:16:08: Ich weiß, okay, raten mir die Ärzte gerade das Richtige oder gibt es was anderes, was meiner Mutter besser tun würde.
00:16:14: Also ich wollte einfach selbst informiert sein und selbst so ein Stück Kontrolle auch haben.
00:16:20: Und ich glaube, dass da jeder aber auch anders ist und das total nachvollziehbar ist, dass du gesagt hast hey... ...ich übergebe mich in andere Hände und vertraue darauf, dass die wissen, was richtig für mich ist.
00:16:31: Und oft ist es ja auch so ne?
00:16:33: Ganz ehrlich auch mit den Voruntersuchungen.
00:16:35: Ich bin da auch immer so reingegangen, ich habe gesagt Leute, ich bin die Frau Schmidt, promoviert in der Biochemie also alles was an Fachjagonnen daraus kommt bitte haut es einfach raus und sagt mir ins Gesicht verheimlicht mir bitte nichts.
00:16:51: Und auch in den Erlangen, hab denen Ärzten auch in Erlang gesagt Leute ich habe zwei Straßen weiter, habe ich promoviert In der Kippsforschung Und er dann, oh ja.
00:17:02: Hier und hier und jenes und haben da auch gefragt wo und so?
00:17:06: Ich habe gesagt es war vielleicht Grundlagenforschung aber ich kenne mich in der Krebsforschungen aus.
00:17:11: Ich hab den auch gesagt sowas wie die Therapien die sie mir jetzt geben.
00:17:14: Da habe ich vor zehn zwölf Jahren drüber gelernt.
00:17:18: Ich habe denen auch gesagt bitte Fachschaggon sagt's mir weil ich versteh das schon und ich habe da einfach so funktioniert.
00:17:30: Ich meine, auch mein Vater hat gesagt vielleicht reagierst du so auf eine Nebenwirkung oder so auf die Zeit?
00:17:36: Weil du weißt was in deinem Körper drin ist.
00:17:38: Ja klar tue ich aber es hilft einen emotionalen Zustand da hilft nicht dass man dann diese zwei Perspektiven hat.
00:17:47: das war für mich das schwerste zu bewältigen.
00:17:50: tatsächlich also herz zwei.
00:17:52: positiv ist die tummerdiagnose und Dann habe ich die bracke eins mutation bestätigt bekommen.
00:17:58: genau aber die Tumordiagnose teilt sozusagen mit mir.
00:18:01: Ich hatte auch die Diagnose herzweil-positiv und ich konnte damit erst mal überhaupt nichts anfangen, außer dass ich beim ersten Recherchieren irgendwas gelesen habe von ungünstiger Prognose.
00:18:16: Das konnte ich dann später wieder einfangen aber das hatte ich ... ich hatte nur so einen Nebensatz gehört.
00:18:21: es ist aber tatsächlich so Ich baue dir gerade die Rampen.
00:18:27: Es ist tatsächlich so, dass sich in der Behandlung von Brustkrebs ja wahnsinnig viel getan hat.
00:18:32: Das muss ich auch tatsächlich sagen... Meine Mutter war Vor neun bis zehn Jahren, also das war die zweite Erkrankung hatte sie da.
00:18:40: Da hat sich wahnsinnig viel getan.
00:18:41: seitdem muss ich auch jetzt in der Recherche hierfür feststellen und wir haben darüber auch mit der Frau Prof.
00:18:48: Dr.
00:18:48: Laura Michel gesprochen.
00:18:50: Sie ist Oberärztin am Nationalzentrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg Und haben einen O-Ton mit ihren eingefangen.
00:18:58: Also wir wissen, wir sind ja schon ziemlich gut geworden.
00:19:00: Früher waren wir froh wenn wir wussten was hat eine Patientin für die Krebsart und da hatte die Patientin Brustkrebs und auch die Patientinnen eine Therapie bekommen.
00:19:10: Und irgendwann hat man dann gelernt Brustkrebs unterscheidet sich es gibt nicht diese eine Form von Brust Krebs.
00:19:16: und wir haben dann angefangen Oestrogenrezeptor Progesterone Rezepte in herzweil zu bestimmen Erklärt, weil nicht jeder ist da ja so eingedacht.
00:19:27: Östrogenrezepte und Progesterone-Rezepte sind Hormone-Rezeptoren.
00:19:31: Das sind wieso kleine Fangarme auf der Zelloberfläche?
00:19:34: Und damit fängt sich die Tumorzelle.
00:19:36: östrogehen oder progesteron oder beides.
00:19:39: Es braucht auch die Tummerzelle als Wachstumsreiz.
00:19:42: Aber das brauchen nicht alle Tumorrzellen!
00:19:44: Und dementsprechend wenn eine Tumoorzeller das hat dann kann ich das therapeutisch nutzen Dann kann ich die nämlich darüber hemmen.
00:19:50: Ich kann das Oestrogen wegnehmen oder den Rezeptor blocken und da hat die keinen Wachstumsreiz.
00:19:55: Glaubt aber natürlich nur bei der Zelle, die eben diese oberflächende Proteine hat.
00:19:59: Und wenn sie das nicht hat, klappt es nicht.
00:20:01: Ähnlich ist es mit Herd II.
00:20:03: Da gibt es ja Antikörper dagegen... kennt man Trastuzumab, Pertuzumap, Herceptin.
00:20:09: Und das ist total spannend weil früher war der Herz bei positive Prostkrebs den Prost Krebs mit der schlechtesten Prognose und dann hat man Trustuzumabb entdeckt.
00:20:19: Heute ist der Herz zwei positive Pröstkrebs Mit der Prost Krebst mit der besten Prognosen Weil wir einfach so gut zielgerichtet rapieren können.
00:20:27: Das heißt Wir müssen einfach ganz genau wissen was für ein Prostkriebs hat die Patientinnen und wir sind heute viel weiter.
00:20:34: Oder anders gesagt, heute gibt es Therapien die sehr genau auf die Eigenschaften des jeweiligen Tumors abzielen.
00:20:43: Diese zielgerichteten Therapien funktionieren.
00:20:45: Ganz anders ist die klassischen Chemotherapien bzw.
00:20:49: häufig werden verschiedene Therapien miteinander kombiniert, bei mir konnte man das ziemlich anschaulich am Infusion-Ständer sehen.
00:20:57: da hingen nämlich vier Beutel zwei für die Chemotherapie und zwei mit Antikörpern.
00:21:03: Das war bei dir auch so oder?
00:21:05: Ich hatte zwei Beuteln für die zwei Chemotherapeutiker die ich bekommen habe Und dann habe ich die Antikörper über eine Spritze bekommen.
00:21:13: Ja, und jetzt eben wieder zwei Schritte zurück auch zu meinem Schreckensmoment damals ... Ich hatte dann Gott sei Dank weitergelesen und auch meine Ärztinnen hat mich sehr zuversichtlich ausgerichtet.
00:21:26: also tatsächlich war es dann so dass ich ganz froh darum war diesen Typ zu haben weil es eben dank der zielgerichteten Therapien mittlerweile doch so große Chancen gibt, wieder gesund zu sein.
00:21:43: Das war bei dir auch so?
00:21:44: Ja!
00:21:45: Ich habe eine Tante, die arbeitet am Uniklinikum in Münster und die hat dann auch ne Zweitmeinung bekommen bzw.
00:21:52: Drittmeinungen zu dem Zeitpunkt von ihrer Kollegin, die auch Onkologin ist und hab dann auch noch Verbindungen hin nach Irland.
00:22:01: Meine Tante hatte fast eins zu eins den gleichen Tumor wie ich.
00:22:05: Die hat gesagt wir können ne Meinung einholen und haben dann auch Verbindung hin nach UCLA ... durch meinen Bruder.
00:22:11: Und da hat der Arzt auch drüber geschaut und er hat gesagt, das wird schon!
00:22:16: Das kann man gut behandeln... Es gibt viele Therapiemöglichkeiten und das sieht man auch bei den verschiedenen Meinungen.
00:22:24: ja also dass eine Klinikum hat gesagt ne wir machen das und das?
00:22:27: Und das andere Klinikum hat gesagt NEWIR MACHEN DAS UND
00:22:29: DAS?!
00:22:31: Ja auch da.
00:22:32: ich habe dann die Oberärztin gefragt ja warum ist denn die Empfehlung hier anders als da?
00:22:37: und sie haben gesagt es ist einfach So wie wir es einschätzen, jedes Brustzentrum ist da anders.
00:22:43: In den Therapieschematers die sie da haben, die haben dann gesagt dieses Schematter was wir ihnen anbieten ist halt das Gang und Gänge für diese Art von Tumor.
00:22:54: Man hat gesagt ja super kein Problem!
00:22:57: Von den Eintkörpern habe ich sowieso schon gehört wie die erfunden wurden und wie die dann auch benutzt worden.
00:23:03: Und ich bin da auch immer jedes Mal wenn ich die bekomme So begeistert davon.
00:23:10: Ja, das tut weh!
00:23:12: Es brennt, wenn ich die bekomme an der Einstichstelle aber ich denke mir dann immer... Ich kann mich dann immer so bildlich im Kopf vorstellen ja die gehen jetzt in den Oberschenkel rein und dann gehen sie hoch zum Tumor.
00:23:23: Ich fang die da an zu arbeiten oder die machen hier das in dem...
00:23:27: Was machen die, bei dir fressen die die?
00:23:30: Oder was machen sie mit den Krebs.
00:23:32: Das ist
00:23:33: eine Mischung aus Fressen und Umwickeln und Charme, dass der Körper die irgendwie abtörtet.
00:23:38: Also ich finde es einfach faszinierend, dass ich vor zehn, zwölf Jahren einfach in einem Vorlesungssaal gehockt hab und über diese Targeted Therapies gelernt habe und jetzt bekomme ich's!
00:23:50: Ich hatte dann auch das Glück, dass eines der Projekte an dem ich gearbeitet habe oder zwei tatsächlich meine Masterarbeit zuvor als auch andere Projekten, die mich gearbeitet haben, tatsächlich Richtung Targeted Therapies lief.
00:24:02: Also wenn in der Schiene war jetzt nicht für Brustkrebs aber für Melanoma und Prostatakrebs und dass man halt diese Hintergründe dann auch hat, diese Entwicklung von der Therapie.
00:24:14: Ja, wie gesagt das sind ja riesen Fortschritte in der Medizin und auch toll dass dein Fall durch die ganze Welt gegangen ist von Irland über Los Angeles.
00:24:23: Ist ja richtig rumgekommen!
00:24:25: Jetzt gehen wir nochmal zurück denn je genauer Therapien auf bestimmte Eigenschaften des Tumors zählen desto komplexer wird auch das Wissen darüber was diese Medikamente im Körper auslösen können.
00:24:36: und hier hören jetzt noch mal ein O-Ton
00:24:38: Prinzipien ist es ja so, also früher haben wir uns mit klassischen Chemotherapie-Nebenwirkungen beschäftigt.
00:24:44: Unsere klassische Chemotherapi wirkt ja so.
00:24:48: sie schädigt sich schnellteilende Zellen bis der Wirkmechanismus und Tumorzeilen teilen sich besonders schnell.
00:24:55: Und es gibt aber auch andere Körperzellen die sich besonders schnelle Teilen zum Beispiel Haare.
00:25:00: Deswegen machen die meisten Chemotherapeutiker Haarusfall.
00:25:04: Die Schleimrauzellen teilen sich schnell, deswegen hat man häufig so Mundinzündungen oder Magen-Darm-Problematiken von klassischen Chemotherapien.
00:25:12: und das sind so die Nebenwirkungen mit denen wir uns eigentlich ganz gut auskennen.
00:25:16: Und dann kamen die zielgerichteten Therapien.
00:25:19: Die haben es ziemlich komplex gemacht für uns und ich glaube, wir müssen uns heute viel mehr mit Nebenwirkungen beschäftigen als früher, weil das eben so komplex geworden ist.
00:25:29: Wir haben zunehmend Medikamente gerade auch Orale-Medikamente, die machen Hyperglykemin also die machen, dass sie plötzlich einen ganz hohen Blutzöker haben.
00:25:38: Ich bin Gynäkologe von Ausbildung her.
00:25:40: Ich musste mich auch erst mal damit beschäftigen wie therapiere ich denn eine Hyperglückemin?
00:25:45: Frau Prof.
00:25:46: Michael hat uns übrigens auch erzählt, dass dieses Wissen dabei helfen kann Behandlung verträglicher zu machen weil Forscher in manchen Fällen bereits wissen warum eine Frau bei einem Medikament mehr Nebenwirkung hat als eine andere zum Beispiel.
00:26:02: Es gibt Enzyme, die bestimmte Wirkstoffe von Chemotherapien abbauen.
00:26:07: Diese Enzymen sind aber nicht bei jeder Frau gleich aktiv.
00:26:09: Das klingt jetzt irgendwie total komplex und das ist es auch.
00:26:13: Aber es ist wahnsinnig interessant, dass nun mal so als Zeitinfo was mich interessieren würde in Punktonebenwirkungen Kannst du eigentlich sagen, welche Deiner Nebenwirkung Du auf die Antikörper zurückführen kannst und welche Du eher der Chemotherapie zuschreibst?
00:26:31: Also ich hab jetzt durch mehrere Quellen über Oberärztin und halt auch meine Gynäkologien gestern erfahren tatsächlich dass die Magen-Darmbeschwerden, die ich habe, zurückauf die Antikkörper zurückzuweisen sind.
00:26:48: Ich weiß aber auch, dass eines der Chemotherapeutiker diese Probleme macht.
00:26:53: Ansonsten wäre da jetzt kein ... Also gut von dem einen halt die Blutarmut kommt auch von dem anderen.
00:27:01: Das habe ich aber erst später erfahren beziehungsweise erlesen.
00:27:05: Ansozten wäre da nichts, wo ich sage okay das ist spezifisch für eine Patientin, die keinen MoTherapeutik X bekommt, dass ich keine Ahre mehr am Kopf hab oder ... oder Geschmacksverlust habe.
00:27:20: Das ist ja auch das, was mich an der ganzen Forschung und Genetik so fasziniert.
00:27:27: Jeder Körper ist anders, jeder reagiert anders.
00:27:30: Ich hab da jetzt auch ein oder zwei Patienten im Therapiezentrum getroffen und die haben fast die gleichen Sachen bekommen wie ich aber die hatten halt mit Übelkeit zu arbeiten.
00:27:40: Das hatte ich in den achtzehn Wochen nicht einmal oder dass die eher trockene Haut haben und nicht diese chemotherapeutische Acne, die ich hatte.
00:27:54: Das finde ich faszinierend.
00:27:56: Die Idee nach von Person zu Person ist anders.
00:28:00: Nicht jeder hat, wie du schon sagst, dieser Enzyme.
00:28:04: Jeder reagiert anders.
00:28:05: Es gibt auch Veränderungen an der Genetik, dass manche Leute kein Koriander essen.
00:28:11: So was hat mich halt schon immer fasziniert, deswegen bin ich auch diesen Weg gegangen.
00:28:15: Ich finde es ist wichtig dass man jetzt in den Zeiten von Targeted Therapies und dieser personalisierten Medizin weil das ist es ja eigentlich in die Richtung geht sehr, dass man das auch in Betracht nimmt.
00:28:26: nicht jeder reagiert gleich auf etwas.
00:28:29: Es ist halt immer sowas wo ich hintergemitten hätte vielleicht noch ein bisschen mehr forschen können.
00:28:34: Das ist dann doch sehr interessant.
00:28:37: Ich will jetzt nichts Falsches sagen, aber entfällen wie den Unseren so dass diese Antikörper nach Abschluss der regulären Therapie weiß nicht was bei dir alles noch dazukommt.
00:28:50: ja ich hatte in Anführungsstrichen nur eine OP und dann habe die Antikörper noch ein Jahr weiter bekommen.
00:28:59: Ich glaube auch alle drei Wochen das weiß ich ehrlich gesagt aber nicht mehr so genau Und da konnte ich eigentlich ziemlich gut sehen, welche Nebenwirkungen jetzt aufgetreten sind.
00:29:08: Ich muss sagen ... Also ja, ich hatte ordentlich darunter zu leiden.
00:29:11: Ich hatte eine wahnsinnig entzündete Kopfhaut.
00:29:15: Ich will gar nicht ins Detail gehen, aber das war wirklich sehr schmerzhaft.
00:29:19: Das waren richtig schmerzafte Exzeme.
00:29:22: Aber ansonsten saß ich nur noch ne Stunde da statt fünf oder so!
00:29:27: Das war schon mal toll und ich war den ersten Tag müde.
00:29:30: Aber gut, dann habe ich halt den Tag geschlafen und dann ging es weiter.
00:29:34: Das fand ich schon enorm, dass etwas mit so großer Wirkung eigentlich im Verhältnis so wenig Nebenwirkung verursacht
00:29:43: hat.".
00:29:44: Ich denke, wir müssen uns aber auch noch mal ein anderes Feld einschlagen.
00:29:47: Und zwar reden jetzt natürlich gerade über Stadium Eins.
00:29:50: Wir können aber auch mal gucken was hat sich denn getan im Bereich Metastasen?
00:29:55: Wenn man metastastierten Brustkrebs hat.
00:29:58: Meine Mutter zum Beispiel war davon betroffen bei der zweiten Erkrankung und auch da hat sich ja einiges getan.
00:30:04: Ja die Therapien sind immer besser geworden Aber nicht jede Frau kann geheilt werden.
00:30:10: Warum ist das so?
00:30:12: Laura Michel erklärt das sehr anschaulich.
00:30:14: Tumore werden klüger.
00:30:33: Therapie, aktuellen Therapien zu hemmen und entwickeln einfach Resistenzmechanismen die es dem Tumor ermöglichen trotzdem zu wachsen.
00:30:41: Und das total fies!
00:30:43: Es gibt Tumore.
00:30:43: da passiert das ewig nicht.
00:30:45: ich habe Patienten die sind Jahre unter einer Therapie im metastasierten Setting stabil.
00:30:51: Das ist super toll.
00:30:53: Und dann gibt es Tumore, die sind von sich aus wahnsinnig resistent.
00:30:57: Also wir sprechen von primärer Resistenz.
00:31:00: wenn wir den Patienten eine Therapie geben und die spricht einfach überhaupt nicht an.
00:31:03: Dann ist der Tumor primäresistenz.
00:31:05: also von Anfang an klappt die Therapie mit.
00:31:08: Wir reden von sekundärer Resistance, wenn eine Therapies erst mal ne Weile klappt Und dann wird dieser Tumor eben wie gesagt klüger, entwickelt Resistenzmechanismen und die Therapie klappt eben nicht mehr.
00:31:20: Deswegen müssen wir alle drei Monate nachschauen also in der Regel sind das alle drei monatet.
00:31:25: es kann natürlich individuell abweichen.
00:31:27: bei einer Patientin die jetzt schon drei Jahre unter einer Therapie stabil ist muss ich das auch nicht mehr strikt alle drei Monate machen.
00:31:33: aber Standard ist drei Monate alle drei will ich meinen Patienten sehen, ich schaue Tumormarker an.
00:31:39: Ich schau eine Bildgebung an und gucke mir an wie verträgt der Patient einer Therapie ist Konzept, was sich aktuell für eure gerade noch erfolgsversprechend.
00:31:48: Und wenn ich eben sehe der Two More Wax-Treater, der ist resistent geworden dann muss ich mir überlegen, was es die nächste Therapie nicht optimalerweise in meinem Patienten anbietet.
00:31:58: und im Optimalfall.
00:31:59: jetzt kommen wir wieder zum Plan B. weiß der Patientes schon vorab kann sich darauf vorbereiten und irgendwann kommt er dann halt zu mir Wir sehen das klappt nicht mehr.
00:32:06: und dann machen wir plan b und brauchen Plan C.
00:32:09: Ja es ist schon super dass es heute Plan B und Plan C gibt.
00:32:14: Eine Frau, die hart dafür arbeitet, dass sich Therapien immer weiterentwickeln ist Professor Dr.
00:32:20: Nadja Haabek.
00:32:21: Sie leitet das Brustzentrum am LMU-Klinikum in München und forscht seit Jahren daran, Brustkrebstherapie immer genauer auf die einzelne Patientin und ihren Tumor zuzuschneiden.
00:32:34: Und wir wollten jetzt von ihr wissen wie sich die Situation für Frauen mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung verändert hat.
00:32:44: Ja, wir haben jetzt ganz viel über die Früherkrankung gesprochen bei der Metastasierten Erkrankungen Tumorzellen außerhalb der Brust schon in andere Organe gewandert sind.
00:32:53: das gilt als nicht heilbar.
00:32:55: auch da gibt es Unterschiede.
00:32:56: Auch da gibt's Erfolgsgeschichten.
00:32:59: zum Beispiel wenn nur ganz wenig Organe befallen sind zum Beispiel eine Knochenmetastase in reiner Zufalls befunden.
00:33:05: Da machen wir heute ne sehr aggressive Therapie wo wir die Knochentastase bestrahlen dann an der Brust operieren, alles so machen wie in der heilbaren Situation.
00:33:15: In der Hoffnung dass wir hier lange Zeit für die Patienten einfach dann Ruhe haben.
00:33:20: ob das letztlich dazu führt dass der Krebs nie wieder kommt das wissen wir nicht.
00:33:23: Studien sind in solchen Situationen schwer möglich weil natürlich jede Patientin auch ihre eigenen Vorstellungen hat wie sie gerne behandelt werden möchte was ich respektiere und deswegen bieten wir eben heute auch diese eher sagen mal ganzheitlichen Konzepte an.
00:33:40: Sie haben mich ganz am Anfang vom Podcast ja auch gefragt, was sich so verändert hat.
00:33:44: Und ich glaube das ist eine der wesentlichen Änderungen in den letzten zwanzig Jahren.
00:33:49: wenn ich das so überblicke dass wir nicht mehr so fatalistisch sind und sagen naja da kann man eh nichts mehr tun dann versuchen wir die Lebensqualität lange zu erhalten sondern wir versuchen schon in Situationen wo wir Grund zur Annahme haben kurativ angehen können, auch das Maximale den Patient hinanzubieten.
00:34:07: Auch wenn wir mit Daten das nicht belegen können dass das wirklich so erfolgreich ist.
00:34:12: und die zweite Situation die mir da einfällt es auch die herzweit positive Erkrankungen wo wir einige Patienten zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre lang Betreuen, die mit Lebermetastasen kamen und die durch die Antikörper- und eine Chemotherapie am Anfang wo die Metastasend nicht mehr nachweisbar sind.
00:34:31: Und wo wir uns dann jedes Jahr fragen sollen wenn ich vielleicht mal aufhören mit der Therapie aber keiner traut sich so richtig?
00:34:38: Wenn die Patientin sagt nee das war es jetzt ich habe genug Dann würde ich das auch weiter anbeten weil diese Antikörper alleine ja auch wenig Nebenwirkungen haben.
00:34:47: Also es gibt Situationen in der Metastasierung, wo wir den Krebs lange ganz aus dem Körper rausbringen können hoffentlich für immer für die einzelne Patientin und gibt natürlich auch andere Situationen, wo wird zumindestens aber durch die Therapie lange eine gute Lebensqualität haben und auch die Patienten immer länger begleiten können, weil jedes Lebensjahr was man gewinnt natürlich auch wieder Fortschritt passiert und neue Medikamente kommen.
00:35:14: Also ich sehe das auch sehr positiv in der Metastasierung bin aber immer eher realistisch und versuche den Patienten nicht zu viel Hoffnung zu machen sondern was sich dann nicht halten kann sondern lieber ganz realistische von Jahr zu Jahr zu gucken und zu schauen was sich Neues tut.
00:35:30: Ja bei dem Begriff metastasis seid ihr wahrscheinlich genauso zusammengezuckt wie wir Aber auch darüber müssen wir reden.
00:35:38: Wie war das damals bei deiner Mutter
00:35:39: bzw.,
00:35:40: wenn du das jetzt hörst, wie weit wir damit den Therapien sind?
00:35:44: Als ich bin total erstaunt muss ich sagen, wie viel sich in den letzten zehn Jahren getan hat.
00:35:49: Weil damals war es noch alles ganz anders, muss ich sage.
00:35:53: Natürlich war meine Mutter weit fortgeschritten Stufe vier Da gibt's natürlich nicht ganz so viele Möglichkeiten aber trotzdem hat sich glaube ich insgesamt super viel getan.
00:36:03: Und da fragt man sich natürlich manchmal schon, was wäre gewesen wenn zehn Jahre weiter?
00:36:08: Auf der anderen Seite muss man sagen dass das bei meiner Mutter auch so schnell ging damals ja die Diagnose bekommen und drei dreieinhalb Monate später ist sie tatsächlich schon verstorben.
00:36:19: Das heißt er war nicht viel Zeit zu überlegen.
00:36:21: es war nicht Vielzeit zu schauen gibt seine Studie oder welche Therapie gibt's?
00:36:26: Man hat nach Leitlinien gemacht was noch zu machen war.
00:36:29: Aber Ja viele Spielraum gab es dann nicht mehr Und vielleicht wäre das heute anders, das weiß ich natürlich nicht.
00:36:35: Ja da ist dann auch die Entwicklung des Weiterforschen-Männern-Tumoren sehr wichtig ja?
00:36:42: Nun forscht du nicht mehr aktiv und auch du hast keine Glaskugel.
00:36:46: aber wenn du das alles hörst und selber mittendrin auch als Patientin was meinst du wo wir uns irgendwann mal gerade mit dieser personalisierten Medizin irgendwann nochmal hin entwickeln?
00:36:57: also ich muss sagen Wir haben da einen super Beispiel gehabt mit der Corona-Impfung.
00:37:06: Ich sehe es jetzt auch tatsächlich mit meinen Kollegen, die noch forschen.
00:37:10: vieles was jetzt gemacht wird oder was jetzt auf den Markt kommt oder was noch erforscht wird, was noch patent angemeldet wird das geht jetzt eher in die Richtung von wir schauen mal in die DNA in die RNA in die Proteine und ich glaube dass wird weiterhin auch das Thema sein in der Medizin vor allem in der Forschung vor allem in der Entwicklung von neuen Therapien, dass man in die Richtung geht.
00:37:36: Weil jeder Körper halt auch anders ist und ich glaube wir hatten dann richtig gutes Beispiel mit dieser mRNA Impfung weil auch da nicht jeder hatte die gleichen Nebenwirkungen von dieser Impfung ja?
00:37:52: Und auch mit der Impfung hat auch nicht jeder gleich auf Corona reagiert.
00:37:57: wenn ich jetzt zurück denke wie waren beide schon geimpft?
00:38:01: Aber mich hat es mehr zerschlagen als dem Andi-Zerschlagen.
00:38:06: Und dann, ja später kriegt ihr das noch mal ich hab's nicht bekommen aber es hat ihn komplett zerschlagende Woche lang.
00:38:13: Ich glaube dass ist halt auch sowas was man als Forscher vor allem auch Volksforschungsteams die an solchen Sachen entwickeln immer mit der Kopf behalten muss.
00:38:22: Nicht jeder ist gleich.
00:38:23: Ja wir sind in einer Ära von Personalized Medicine kann man von den Publikationen, die jetzt rauskommen für die verschiedensten Sachen überall sehen.
00:38:33: Es wird immer irgendwie ein genetischer Befund abgefragt oder gemacht und ich glaube das ist halt auch wie die Gesellschaft Society sich auch ändert.
00:38:47: ja wir schauen jetzt auch ein bisschen mehr auf die Ernährung, die einschauen mehr Aufnahrungserkennzungsmittel und ich glaub es würde dich einfach weiter entwickeln dass es einfach in diese Richtung gehen wird Irgendwann kein Standard Approach mehr hat, um irgendwas zu behandeln.
00:39:03: Sondern direkt sagt okay wir sequenzieren ihre DNA und schauen was da alles so ist?
00:39:08: Und wie schauen wir dann die Krebsbehandlung oder die neurologische Behandlung gestalten können?
00:39:14: Ich glaube einer der größten Pioniere in die Richtung geht es ein Arzt aus Boston.
00:39:22: Der hat auch, ich glaube das heißt der Atlas des Krebs geschrieben Wo ja auch wirklich alles von vor Christus bis zur jetzigen Zeit drüber geschrieben hat.
00:39:32: Wie die Chemo anfingen, wie die Antikörperforschung anfingen und das ist ein wahnsinnig riesiges Feld!
00:39:40: Es wird nicht nur in Krebs bleiben dass man dieses Personalized Medicine Approach macht.
00:39:45: Das finde ich so interessant.
00:39:46: Ja und tatsächlich gibt es ja auch eine riesige Vision Nämlich Division Zero.
00:39:54: Also Vision Zero bedeutet ja, dass wir wollen diesen Krebs nicht mehr haben und wir wollen auch keine Patienten die daran versterben.
00:40:02: Das sind so zwei Aspekte.
00:40:05: Wir beschäftigen uns hier in diesem Podcast vor allem mit der Verbesserung Therapien bei Patientinnen, die schon an Brustkrebs erkrankt sind.
00:40:14: Und ich glaube da kann man wirklich sagen dass wir heute mehr Patienten heilen können und wenn eine Tochter heute Brustkriegs kriegt hat sie doppelt so hohe Heilungschancen wie wenn ihre Mutter das vor dreißig vierzig Jahren hatte.
00:40:27: Ich glaube das ist auch schon mal wichtig zu wissen zielgerichtete Therapien haben einen großen Anteil an dem, was wir machen.
00:40:35: Wir versuchen die klassische Chemotherapie immer mehr zu ersetzen durch zielgerichtete Chemotherapien wenn Chemotherapi sein muss.
00:40:43: Wir haben bei der herzweil positiven Erkrankung die Antikörper.
00:40:46: Wir aber auch Antikörper mit Chemotherapies ein Antiköpper-Wirkstoffkonjugat das jetzt da seit letztem Jahr auf beim frühen Brustkrebs hilfreich ist das Trastuzumabte Rucksdekaden und die Möglichkeit auch bei der hormone-empfindlichen Erkrankung, Chemotherapie zu ersetzen durch Antehormontherapie mit CDK für sechsten Hibitoren.
00:41:08: Also da tut sich unglaublich viel.
00:41:10: das sind alles Dinge, die wir schon in der klinischen Routine anbieten können und den Studien arbeiten wir eben daran noch Individualisierter den Tumor der einzelnen Patientin zu behandeln.
00:41:22: Dass niemand mehr an Krebs stirbt heißt Leben Und da möchten wir auch gerne nochmal sozusagen hinschauen in dein Leben.
00:41:33: Du hast weitergearbeitet und du hast eine Hochzeit geplant, warum war Normalität für dich so wichtig?
00:41:42: Es war für mich nicht einfach nach der Doktorarbeit eine Stelle zu bekommen und ich war sehr lange arbeitslos und das hinterlässt natürlich auch Stellen die man nicht gerne hat.
00:41:56: Und vor allem tut das auch was mit dem Kopf und ich bin von Natur aus eine sehr positive Person.
00:42:03: Ich lache gerne, ich lache viel, mache mich auch selber zum Kaschbar.
00:42:07: Und ich bin auch sehr optimistisch und es war einfach für mich wichtig dass ich gesagt habe ne wie ich am Anfang gesagt hab Krebs ist jetzt nicht Alltag Es ist Teil vom Alltag aber er ist nicht Alltag.
00:42:22: Ich bin unglaublich dankbar an meinen Arbeitgeber, also die sind mir so super entgegen gekommen und die haben die letzten neun Monate jetzt fast oder acht Monate wirklich mit dem Rückenfall gehalten.
00:42:35: Und da bin ich dankbar nicht nur an die Chefin sondern auch an den Ans-Team.
00:42:39: Auch jetzt vor der Hochzeit jeder schreibt mir und sagt, ah bist du aufgeregt?
00:42:43: Die haben mich ja alles zelebriert als ich die letzte Käme hinter mir hatte und ich wollte einfach dass mich dieser Krebs nicht konsumiert!
00:42:52: dass ich nicht einfach nur noch Krebs bin.
00:42:54: Ich wollte einfach, dass ich weiterhin die Frau Dr.
00:42:56: Schmidt bin, die leidenschaftlich studiert hat.
00:42:59: Ich hab wirklich das Studiert, was ich studieren wollte mit Genetik und Onkologie.
00:43:04: Und ich habe auch wirklich meinen Lebenstraum von Doktorarbeit geschafft!
00:43:08: Das war natürlich auch ein Rollercoaster und hat dann vielleicht auch seine Hürden mitgebracht.
00:43:12: Es hat natürlich auch elf Jahre gedauert aber ich hab es geschafft.
00:43:16: Manchmal sage ich auch zu mir selbst Weste, die letzten neun Monate es hätte auch eine Doktor Arbeit sein können
00:43:21: irgendwann vielleicht mal mit ein bisschen Abstand.
00:43:26: Es war einfach wichtig für mich, dass ich halt diese Struktur vom Tag ... Man wacht auf, man lockt sich ein, man checkt die E-Mails, hat Kundenkontakt und Kontakt mit den Kollegen.
00:43:39: Man muss das machen.
00:43:41: Ich bin auch Außendienstrunden gefahren.
00:43:44: Klar nicht zu der Hundertprozent, die ich davor gemacht habe.
00:43:48: Das hat man sehr schnell gemerkt, Ein, zwei Termine und dann war Schluss.
00:43:53: Aber das ist auch okay.
00:43:56: Und das war michtig für mich.
00:43:57: Das einfach reine Kopfsache!
00:44:00: Ja...und jetzt gibt es erstmal noch ein paar mehr Träume zu leben und nicht nur zu träumen.
00:44:08: Zum Abschluss, Olivia ...wenn du einer Frau die dieselbe Diagnose bekommt wie du und ich, wir nehmen erst mal die Mutation heraus ja?
00:44:19: Sondern Herzweihpositiv.
00:44:22: Was würdest du ihr gerne über medizinischen Fortschritt sagen, ohne ihr falsche Sicherheit zu versprechen?
00:44:31: Da briehe ich eine Anekdote rein sofort in meine Antwort.
00:44:35: die Arzthelferin von meinem Hausarzt, die kommt aus dem Frauenklinik und der hat mir damals gesagt nach dem ersten oder zweiter Woche von der Chemotherapie ... Ich war Blutkontroller, da hat sie zu mir gesagt dich glücklich schätzen in Anführungszeichen, dass du einen Krebs bekommen hast der so gut erforscht ist.
00:44:56: Und das hatte so ein bisschen mit mir gesessen tatsächlich.
00:44:59: Ich mein klar, Tumordiagnose will man nicht haben.
00:45:02: Sieh ich ein bin ich dabei aber es gibt manche Tumoren Arten wo wir jetzt schon so viel von wissen, dass es immer irgendwie eine Möglichkeit gibt die zu therapieren und erfolgreich zu therapien.
00:45:13: Und ich würde das zu dieser Frau sagen und einfach sagen Wir haben Möglichkeiten.
00:45:19: Klar, es ist ein schwieriger Weg und man lernt den Körper neu kennen aber es gibt eine Möglichkeit und es gibt ne Möglichkeit erfolgreich zu therapieren
00:45:28: Aber
00:45:29: auch nach meiner Diagnose, nach meiner Therapie und OP und so Nachdem diese ganze Spuk wie ich ihn nenne zu Ende ist.
00:45:37: Ich werde immer noch damit leben müssen dass mal Teil von meinem Lebens ist Und wird auch einfach sagen positiv bleiben Ja?
00:45:46: Jeder Rückschlag kommt.
00:45:48: Es kamen auch viele Rückschläge bei mir, ich habe mich kurz ausgeheult und die Krone gerichtet.
00:45:53: Ich bin wieder aufgestanden und hab weitergemacht weil mein Lebenswillen einfach so riesig ist.
00:45:58: Ich habe jetzt eine bekannte.
00:45:59: letzte Woche hat sie mir gesagt dass sie jetzt auch Clips hat.
00:46:02: Hat zwar diesen Triple Negative.
00:46:04: Ich hatte gesagt heulte ich kurz aus nach jedem Rückschlag.
00:46:07: das ist nötig für die Züche aber gibt nicht auf.
00:46:12: Sein Leben so groß und soweit.
00:46:15: Und du hast noch so viele Träume, gib einfach nicht auf!
00:46:19: Oliver ich zieh den Hut vor dir so oder so... Ich ziehe weil du von diesem Brainfog gesprochen hast.
00:46:27: Ich hätte zu meiner Zeit niemals so ein Gespräch führen können.
00:46:31: also Schapo Schapo
00:46:33: Ja Wahnsinn
00:46:35: Alles Gute weiterhin und übermorgen ein rauschendes Fest, ein berauschendes Fest des Lebens.
00:46:43: Und gerne Fotos schicken.
00:46:44: Ja natürlich.
00:46:45: Schick uns Fotos!
00:46:47: Natürlich.
00:46:49: Vielen Dank für die Möglichkeit dass ich meine Geschichte erzählen konnte.
00:46:53: es gibt bestimmt Frauen in Deutschland ja auch ähnliche Geschichten haben wie wir und wenn ich im Vorbild sein kann für irgendjemand da draußen der uns gerade zuhört.
00:47:02: Absicherheit
00:47:04: Dankeschön.
00:47:04: Danke!
00:47:06: Olivia ist eine Frau mit einer ganz bestimmten Tumorbiologie und einer ganz bestimmten Geschichte.
00:47:12: andere Frauen erleben dieselbe Diagnose anders, bekommen andere Therapien haben andere Ängste und andere Fragen.
00:47:20: Wir sind ein kleines Team und können davon immer nur Ausschnitte zeigen aber genau deshalb versuchen wir an den Stellen genauer hinzuschauen an denen aus einer Diagnos plötzlich sehr persönliche Entscheidungen
00:47:32: werden.
00:47:33: Wir danken natürlich wieder allen, die diese Folge auch hinter den Mikrofon möglich gemacht haben.
00:47:39: Ganz besonders dickes Dankeschön an Nicole Lücke, die Medizinjournalistin.
00:47:44: Die hat uns beide nämlich sehr eng begleitet in den letzten Monaten
00:47:48: und wir danken auch AstraZeneca, die die Produktion dieser Folge ermöglicht haben.
00:47:54: Inhaltlich arbeiten wir natürlich redaktionell unabhängig.
00:47:59: Ja schreibt uns gerne, kommentiert und erzählt von euren Erfahrungen.
00:48:04: Und wo wir heute ja auch schon so viel über medizinischen Fortschritt gesprochen haben, irgendwo müssen neue Therapien ja auch mal anfangen.
00:48:11: Damit landen wir bei unserer nächsten Akte klinische Studien.
00:48:17: Die gibt's wieder nächsten Samstag!
00:48:19: Wir freuen uns drauf.
00:48:20: Bis dahin – was gut?
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